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Irre? Italienische und griechische Bonds werden zum Safe Haven

Erneut waren es die italienischen zusammen mit den griechischen Staatsanleihen, die die höchsten Renditerückgänge am langen Ende der Zinskurve verzeichnen konnten. Die Suche nach Rendite setzte sich fort, so dass die Renditen der BTPs am langen Ende erneut Allzeittiefs markierten.

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© Alexander Sanchez / stock.adobe.com

Die Hoffnung auf eine Ausdehnung der Anleiheankäufe durch die Europäische Zentralbank dürfte neben den Spreads ein wesentlicher Antreiber für die Bewegung der italienischen und griechischen Bonds sein. Die Staatspapiere von der iberischen Halbinsel konnten mit dieser Bewegung nicht mithalten.

Nicht zu stoppen
Die Spreadeinengung von BTPs zu Bunds setzte sich unvermindert fort.

Spanier und Portugiesen konnten bei Spreadeinengung nicht mitmachen
Deren Underperformance dürfte zum einen darauf zurückzuführen sein, dass ihre Spreads zu den Kernländern bereits erheblich geschrumpft sind. Zum anderen könnten die politischen Probleme in Spanien den einen oder andere Investor doch beunruhigen. Und letztlich liegt die Rendite der zehnjährigen Papiere aus Portugal und Spanien nur noch leicht über der Nulllinie und diejenige der 30-jährigen bereits unter einem Prozent.

Ausgeblendete Risiken
Fiskalische Risiken, die aus den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für Italien und Griechenland entstehen, werden weitestgehend ausgeblendet. Die Anleger scheinen darauf zu setzen, dass sowohl EZB als auch der Aufbaufonds dazu beitragen werden, dass die fiskalischen Risiken nicht auf die einzelnen Euroländer durchschlagen werden. Auch die Drohung der polnischen Regierung, ihr Veto gegen den EU-Haushalt und damit dem Aufbaufonds einzulegen, blieb ohne Reaktion.

Polens Vetodrohung wird nicht ernst genommen
“Polens Veto-Drohung für "Next Generation EU" (NGEU) erscheint wenig glaubwürdig, wenn man bedenkt, dass das Land Finanzierung über 13 Prozent des BIP erhalten soll,” so Christoph Rieger von der Commerzbank in einem Research vom Mittwochmorgen. “Da dies jedoch weniger als einige Peripherieländer sind (Griechenland bekommt fast 20 Prozent), könnten dennoch schwere Verhandlungen anstehen, so dass die Implementierungsrisiken der großen EU-Pläne fortbestehen,” führt der Leiter des Zins- und Kreditresearch weiter aus. (kb)

 

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