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IQAM Invest: Diese Faktoren beeinflussen mittelfristig die Aktien

Die DekaBank-Tochter warnt vor Instabilitäten am Finanzmarkt, die von höheren Zinsen ausgelöst werden könnten und hofft auf eine Ende des Krieges in der Ukraine. Darüber hinaus verrät das Quanthaus, welche Asset Allokation für das zweite Halbjahr empfehlenswert sei.

Dr. Thomas Steinberger, CIO und Geschäftsführer von IQAM Invest
Dr. Thomas Steinberger, CIO und Geschäftsführer von IQAM Invest
© iqam

Viele Experten schließen nicht aus, dass die zuvor sehr zögerliche Reaktion der Notenbanken in Verbindung mit der jetzt kommunizierten abrupten Straffung der Geldpolitik einen exzessiven Liquiditätsschock darstellt, der letztlich eine Rezession in den USA auslöst und zu sehr schwachem globalem Wachstum in den kommenden sechs Monaten führt. Zuletzt wurde eine solche Entwicklung auch recht stark an den Märkten eingepreist. „Ein exzessiver Fokus auf Inflationsbekämpfung durch die Geldpolitik läuft Gefahr Instabilitäten auf den Finanzmärkten zu erzeugen, weil Refinanzierungsprobleme in verschiedenen Sektoren entstehen“, warnt Dr. Thomas Steinberger, CIO und Geschäftsführer von IQAM Invest, in einer aktuellen Marktanalyse. Exponiert sind vor allem schwächere Schuldner wie von Liquiditätsproblemen erfasste Unternehmen und Staaten, fremdkapitalintensive Branchen wie Immobilien oder Banken bzw. jüngere, stark wachstumsorientierte Sektoren wie der Technologiesektor.

Hoffnung auf geopolitische Entspannung
Positive Impulse für die Finanzmärkte könnten, abgesehen von einem weitgehenden Ausbleiben von Zweitrundeneffekten des aktuellen Inflationsschocks, vor allem aus einem überraschenden Abbau der geopolitischen Spannungen kommen, meint Steinberger. Eine Deeskalation in der Ukraine – also im Konflikt Russlands mit der Ukraine, dessen Armee von einer Koalition von NATO-Staaten militärisch bedeutsam unterstützt wird, würde zu einer Normalisierung der Energiepreise und einem Abbau von Problemen in den globalen Lieferketten führen. Der globale Handel würde beschleunigt und eine Annäherung auch zwischen China und den USA das Potenzial für eine deutlich positivere zweite Jahreshälfte auf den Aktien- und Rentenmärkten bergen. Das Inflationsproblem im Westen würde zumindest in Bezug auf die Gesamtinflation gemildert werden und über das Wirken von Basiseffekten können sich auch die Kerninflationsraten den Inflationszielen der Notenbanken wieder annähern.

Empfohlene Asset Allocation im zweiten Halbjahr 2022
„Gegenüber der langfristigen Durchschnittsallokation werden für den weiteren Verlauf des Jahres Euro-Staatsanleihen mit 53 Prozent etwas übergewichtet“, sagt Steinberger. Unternehmensanleihen sind im strategischen Portfolio nur mit geringem Gewicht vertreten – die Investment Grade-Anleihen werden mit zwei Prozent allokiert, während die High Yield-Anleihen nicht ausreichend attraktiv erscheinen. Nicht in Euro denominierte Staatsanleihen aus Industrieländern werden mit vier Prozent Gewicht im Vergleich zur langfristigen Allokation neutral gewichtet, während die Emerging Markets-Staatsanleihen in Lokalwährung leicht untergewichtet bleiben.

Aktien und Rohstoffe werden im zweiten Halbjahr 2022 gleichzeitig etwas untergewichtet, wodurch sich insgesamt eine relativ defensive Allokation ergibt. Gegenüber einer strategischen Allokation von 30 Prozent bedeutet das Gewicht von 28 Prozent allerdings nur eine moderate Untergewichtung.

Das Aktienexposure fällt zum Großteil auf die USA mit elf Prozent, dicht gefolgt von europäischen Aktien mit zehn Prozent Gewicht. Die Quote für Emerging Markets und den pazifischen Raum bleibt mit sechs bzw. ein Prozent sehr nahe an der neutralen Gewichtung. Die Rohstoffgewichtung entspricht mit vier Prozent im strategischen Portfolio einer moderaten Untergewichtung. (aa)

Blick auf das strategische Portfolio

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