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IPO-Welle in Europa: Wer noch vor dem Sommer an die Börse kommt

Die kommenden Wochen könnten einen Anstieg von Börsengängen an europäischen Börsen mit sich bringen, da die nachlassende Marktvolatilität Emittenten die Möglichkeit bietet, Investoren anzulocken.

© iQoncept / stock.adobe.com

Wie Bloomberg aus informierten Kreisen erfahren hat, erwägen mindestens fünf größere Unternehmen ihr Börsendebüt an regionalen Börsen vor der traditionellen Sommerflaute, die normalerweise etwa Mitte Juli beginnt. Dazu gehören unter anderem der Berliner Autoteile-Online-Händler Autodoc, zu deren Investoren Apollo Global Management zählt, und das Münchner Medizintechnikunternehmen Brainlab. Wie zu hören ist, könnten beide in diesem Zeitraum an die Börse gehen. Auch die schwedische Hacksaw erwägt dem Vernehmen nach eine baldige Börsennotierung. Gleiches gilt für die NOBA Bank Group, an der Nordic Capital beteiligt ist.

In Portugal bereite sich Novo Banco weiterhin auf einen möglichen Börsengang vor, berichteten Informanten. Zugleich würden Gespräche über einen möglichen Verkauf geführt, hieß es. Wie Bloomberg News letzte Woche berichtete, spricht der Mehrheitseigner Lone Star Funds mit Interessenten über eine mögliche Übernahme. Novo-Banco-CEO Mark Bourke hatte vergangene Woche gesagt, dass ein IPO bereits im Juni stattfinden könnte.

Gespräche allerorten
Mehrere der Unternehmen führten derzeit ausführliche Gespräche mit potentiellen Investoren, um einen möglichen Börsengang vorzubereiten, erfuhr Bloomberg. Eine erneute Zunahme der Marktvolatilität oder Meinungsverschiedenheiten über die Bewertungen könnten die Börsenpläne vieler Unternehmen jedoch auf Eis legen, hieß es. Die Beratungen seien noch im Gange und die Details der möglichen IPOs könnten sich noch ändern.

Eine Flut von europäischen Deals
Sie könnte zu einer weltweiten Wiederbelebung der IPO-Aktivitäten beitragen, nachdem sich der Markt von den durch die US-Zölle verursachten Turbulenzen erholt hat. Die Volatilität der letzten Monate veranlasste Unternehmen wie Stada dazu, ihre Börsengänge zu verschieben. Im April kam die regionale Aktivität fast zum Erliegen, nachdem im ersten Quartal Deals im Wert von fast 3,6 Milliarden Euro abgeschlossen worden waren, wie aus Bloomberg-Daten hervorgeht.

Kleiner Firmen preschten vor
Eine Handvoll kleinerer europäischer Unternehmen hat in den letzten Wochen Investoren angezogen. Der deutsche Industriekonzern Pfisterer und das griechische Fintech-Unternehmen Qualco Group verzeichneten bei ihrem Börsendebüt Kursanstiege.

Pipeline
Unterdessen wollen die Eigentümer des Münchner Fördermittel-Beraters Innoscripta durch einen Börsengang in Frankfurt bis zu 255 Millionen Euro einnehmen — mit der Option, das Angebot bei entsprechender Nachfrage zu erhöhen. Das Unternehmen Cobald Holdings — das sich auf den Besitz von Cobalt-Vermögenswerten spezialisiert hat — und das Finanztechnologieunternehmen iFOREX Financial Trading Holdings haben kürzlich Pläne für einen Börsengang in London bekannt gegeben. (kb)

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