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Investor: "Ich habe geweint, als ich Nvidia-Aktien verkauft habe"

Der SoftBank-Gründer Masayoshi Son hat laut eigenen Angaben beim Verkauf der Nvidia-Aktien Tränen vergossen. Der Schritt war aber notwendig, um Liquidität zu generieren und um in andere Dinge zu investieren - beispielsweise in Rechenzentren.

Masayoshi Son, Softbank
Masayoshi Son, Softbank© Kiyoshi Ota / Bloomberg

Der Gründer des japanischen Technologie-Großinvestors SoftBank hätte nach eigenen Angaben keine Nvidia-Aktien verkauft, wenn sein Unternehmen über unbegrenzte Mittel verfügen würde, um seine nächsten Investitionen in künstliche Intelligenz zu finanzieren – darunter eine große Wette auf OpenAI. Das ist einem Bloomberg-Bericht zu entnehmen.

Erlöste Gelder fließen teilweise in Rechenzentren
Masayoshi Son äußerte sich erstmals zur überraschenden Offenlegung im November, wonach SoftBank seine gesamte Beteiligung am wertvollsten Unternehmen der Welt veräußert hatte. Er wies dabei Spekulationen über eine Investmentblase rund um KI zurück. Das japanische Unternehmen habe schlicht Kapital beschaffen müssen, um Projekte wie den Bau von Rechenzentren zu finanzieren, sagte er laut Bloomberg am Montag bei einem Forum in Tokio.

“Ich wollte keine einzige Aktie verkaufen. Ich hatte lediglich mehr Bedarf an Geld, um in OpenAI und andere Projekte zu investieren”, sagte Son beim FII Priority Asia Forum. “Ich habe geweint, als ich Nvidia-Aktien verkauft habe.”

SoftBank hat seine KI-Wetten mit einer Reihe von Projekten ausgeweitet – darunter einem Stargate-Rechenzentrum mit Hon Hai Precision und der Übernahme des US-Chipentwicklers Ampere Computing. Die Japaner haben zudem Pläne, bis Ende dieses Jahres weiter in OpenAI zu investieren.

Mehr KI, mehr BIP, daher keine Blase....
Menschen, die von einer Blase bei KI-Investitionen sprechen, seien “nicht schlau genug”, sagte der 68-jährige SoftBank-Chef. Wenn KI langfristig zehn Prozent des globalen Bruttoinlandsprodukts erwirtschaften könne, würde das selbst Billionen Dollar an kumulierten Ausgaben mehr als ausgleichen. “Wo ist die Blase?”

Son sprach bei einem Ableger eines der größten Investmentgipfel Saudi-Arabiens. Das Forum in Tokio bot Auftritte von Premierministerin Sanae Takaichi sowie den Finanz- und Wirtschaftsministern des Landes und spiegelte die vertieften Beziehungen zwischen dem Königreich und Japan wider.

Sons erster Vision Fund war mit 45 Milliarden Dollar aus Saudi-Arabiens Public Investment Fund aus der Taufe gehoben worden. (aa)

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