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Investmentchancen aus dem hohen Norden – mit Bildergalerie

In der schwedischen Botschaft in Wien präsentierten sich am "Scandinavian Fund Day" mehrere Fondsgesellschaften, von denen die meisten im deutschsprachigen Raum kaum bekannt sind.

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In der schwedischen Botschaft traf die heimische auf die nordische Finanzbranche – einfach weiterklicken!

Weitere Eindrücke vom "Scandinavian Fund Day" finden Sie in unserer Bildergalerie (siehe Link im Text unten).
© Fröhlich / FONDS professionell

Während man den Fondsriesen Nordea Asset Management nicht vorstellen muss, sind Lannebo Fonder und Carnegie Fonder aus Schweden oder die finnische Gesellschaft Fondita in Österreich unbeschriebene Blätter. Sie alle sondieren aber eine Registrierung in Österreich. Für Deutschland hat zumindest Fondita soeben die Lizenz erhalten.

Die drei Gesellschaften sind spezialisiert auf skandinavische Small- und Mid-Cap-Unternehmen und haben lange und sehenswerte Track-Records. Das Interesse der heimischen Finanzbranche war dementsprechend groß, als sich Anbieter in der schwedischen Botschaft in Wien vorstellten.

"Oft unteranalysiert"
Fondita etwa ist eine unabhängige finnische Boutique. 1997 gegründet, verweist Fondita mit ihren sieben Fonds, die ausschließlich eine Long-Only-Aktien-Strategie verfolgen, auf einen durchschnittlichen jährlichen Nettoertrag von zwölf Prozent. Der Schwerpunkt liegt auf nordischen Small- und Mid-Caps. "Diese Unternehmen sind oft unteranalysiert. Das schafft für uns gute Kaufgelegenheiten", sagte Vice-CEO Fredrik von Knorring in seinem Vortrag.

Ebenfalls auf kleine und mittlere nordische Werte ist Carnegie Fonder spezialisiert. Das Unternehmen, das seit 30 Jahren am Markt ist, war eines der ersten, das einen Fonds mit schwedischen Aktien auflegte. Interessant ist Carnegie Fonder auch deshalb, weil das Unternehmen neben Aktien eine Fixed-Income-Expertise hat. Es zählt sich zu den größten Investoren in nordische Anleihen. Die Skandinavischen Anleger gelten als deutlich Aktien-orientiert und weniger Anleihen-affin als man das hierzulande gewöhnt ist.

Dennoch gibt es gerade bei skandinavischen Anleihen zwei spannenden Aspekte, wie Peter Gullmert, Head of Sales von Carnegie Fonder berichtet: Am nordischen Anleihenmarkt seien "Floating Rate Notes" (FRN) sehr üblich, sprich: das allseits gefürchtete Zinsänderungsrisiko ist in diesem Fall zu vernachlässigen. Gleichzeitig würden nordische Werte deutlich bessere Renditen bieten, weil sie seltener Ratings der großen Agenturen haben, so Gullmert.

"70 Prozent sind Weltmarktführer"
Als global größter Asset Manager in schwedischen Small-Cap-Aktien sieht sich Lannebo Fonder. Benannt nach Anders Lannebo, der das Unternehmen im Jahr 2000 gründete, hat sich das Team ausschließlich auf Value Investing spezialisiert. "Wir haben ein sehr konzentriertes Portfolio. Wir wollen jedes Unternehmen, das wir halten, auch wirklich verstehen", so Martin Wallin, Portfoliomanager des Flaggschifffonds Sverige Plus.

Aus Wallins Sicht ist ein auf einen Einzelmarkt konzentriertes Portfolio in diesem Fall kein Nachteil: "70 Prozent der Firmen im Stockholmer OMXS30-Index sind führend in ihrer Branche", so Wallin. (eml)

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