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Investment Professionals räumen mit Vorurteilen bezüglich M&A auf

Unternehmensanalysten in Deutschland setzen sich kritisch mit M&A-Transaktionen auseinander. Der zweite Teil der im Herbst 2018 begonnenen Befragung der DVFA und der Unternehmensberatung SMS Strategic Management Solutions befasst sich mit dem Thema „Auswirkungen von Fusionen und Übernahmen“.

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Christoph Schlienkamp, Vorstand des DVFA und Leiter der DVFA Kommission für Unternehmensanalyse, sagt: "Die Reduktion des Mitarbeiterstandes bei M&A-Vorhaben ist von nachrangiger Bedeutung."
© DVFA

Insgesamt ist es Ziel der Befragung, die Bewertungsparameter der Praxis hinsichtlich M&A-Transaktionen zu erforschen und Verbesserungspotentiale auf beiden Seiten, nämlich der ausführenden Unternehmen bzw. deren Management aber auch auf der Seite der Investment Professionals aufzuzeigen.

Hoch interessante Ergebnisse
„Die Untersuchungsergebnisse sind auch diesmal hoch interessant. So können wir unter anderem mit zwei klassischen Vorurteilen aufräumen: Dass den Kapitalmarktteilnehmern Mitarbeiterreduzierungen besonders wichtig seien und dass eine kurzfristige Erreichung von Ergebniszielen im Vordergrund stünde“, sagt Christoph Schlienkamp, Vorstand des DVFA und Leiter der DVFA Kommission für Unternehmensanalyse. „Beides können wir in den Bereich der Legenden verweisen.“ Innerhalb der Synergieeffekte, die der Kapitalmarkt erwartet, kommt die Mitarbeiterreduzierung mit deutlichem Abstand auf den letzten Platz und der Erwartungshorizont für die Umsetzungsergebnisse von Synergien liegt mehrheitlich im Zeitraum von 18 bis 24 Monaten, ergab die Umfrage.

„Neben dem eher allgemein geltenden Anspruch, Synergieeffekte heben zu wollen, der mit nahezu jeder Übernahme postuliert wird, geht die Umfrage tiefer auf die messbaren betriebswirtschaftlichen Kenngrößen ein“, sagt Michael Müller, Geschäftsführer von SMS Strategic Management Solutions. „Die Umfrage beleuchtet sowohl die Erfahrungen der Analysten als auch die der Transaktion zugrundeliegenden Erwartungen der Vorstände.“

Kritische Auseinandersetzung mit M&A
Die Untersuchung zeigt, dass sich die Investment Professionals durchaus kritisch mit M&A-Transaktionen als Strategieinstrument auseinandersetzen. Insbesondere die Aussagen des Managements hinsichtlich zu erwartender Synergieeffekte bei Ankündigung von Fusionen und Übernahmen werden durchaus skeptisch gesehen: Speziell in den Bereichen Marktmacht und Preissetzungsfähigkeit, Zusammenlegung von Doppelfunktionen und der Konsolidierung von Betriebsstandorten erkennen die Analysten eine deutliche Tendenz, überzogene Synergiepotentiale zu erwarten.

Hoher Integrationsgrad von Vorteil
Klare Vorstellungen zeigten die Investment Professionals hinsichtlich der Integration übernommener Unternehmen: So werden weitreichenden Integrationskonzepten deutlich bessere Erfolgschancen eingeräumt als solchen, die lediglich einen geringen Integrationsgrad vorsehen.

Verbesserungspotentiale 
Innerhalb der Wertpapieranalyse selbst zeigt die Untersuchung Verbesserungspotentiale auf: Im Rahmen der Bewertung von Unternehmenstransaktionen kommen Simulationsrechnungen und Sensitivitätsanalysen noch nicht flächendeckend zum Einsatz. Zudem lassen die Ergebnisse darauf schließen, dass die finanziellen Einflüsse potentieller Abspaltungsvorgaben durch Kartellbehörden, eventuell erhöhter Kapitalkosten durch Ratingveränderungen und die Risiken künftiger außerplanmäßiger Abschreibungen noch nicht ausreichend in Wertpapieranalysen berücksichtigt werden. In diesen Bereichen scheint Nachholbedarf zu bestehen. (kb)

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