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Invesco: 80 Prozent aller Investoren wollen China-Exposure erhöhen

Laut einer Studie von Invesco wollen vier von fünf globalen Investoren ihre China-Gewichtung in den nächsten zwölf Monaten ausbauen. Dafür gibt es gute Gründe.

Marty Flanagan, Präsident und CEO von Invesco
Marty Flanagan, Präsident und CEO von Invesco: „Wir unterstützen Investoren seit mehr als 30 Jahren bei ihrem Engagement am chinesischen Markt und sind überzeugt, dass eine wohlüberlegte Allokation in chinesische Anlageklassen einen wichtigen Beitrag zur Realisierung der langfristigen Anlageziele von Investoren leisten kann.“
© Christoph Hemmerich / Institutional Money

Institutionelle Investoren kommen an China wohl immer schwerer vorbei. Das und noch viel mehr kann man aus einer jüngst von Invesco veröffentlichten Studie entnehmen. So wollen mehr als 80 Prozent der globalen Investoren ihre China-Allokationen in den nächsten zwölf Monaten moderat bis deutlich ausweiten, so das Ergebnis der von Invesco in Auftrag gegebenen Studie der Economist Intelligence Unit (EIU) zum China-Engagement globaler Investoren. Nur vier Prozent planen, ihr Engagement in China zurückzuführen.

411 Investoren nahmen an der Umfrage teil
Für The China Position, eine Studie mit 411 professionellen Investoren aus Nordamerika, Asien-Pazifik (APAC) und Europa, dem Nahen Osten und Afrika (EMEA), wurden führende Vertreter globaler Organisationen zu ihrem China-Engagement befragt. Zu den Umfrageteilnehmern gehören Vermögensmanager, institutionelle Investoren wie Versicherungsgesellschaften und Staatsfonds sowie Geschäftsbanken. Die befragten Organisationen verwalten ein Anlagevermögen von 500 Millionen bis über zehn Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Branchendurchschnitt bezeichneten die Befragten das China-Engagement ihrer Organisationen generell als überdurchschnittlich.

Marty Flanagan, Präsident und CEO von Invesco, sagte: „Die Ergebnisse dieser Studie sind vielversprechend und bestärken uns in unserer Einschätzung, dass Chinas enormes Wachstum und anhaltende Bemühungen um eine stärkere Öffnung seiner Märkte eine bedeutende und zunehmend attraktive Anlagechance für inländische wie auch globale Investoren darstellen. Wir unterstützen Investoren seit mehr als 30 Jahren bei ihrem Engagement am chinesischen Markt und sind überzeugt, dass eine wohlüberlegte Allokation in chinesische Anlageklassen einen wichtigen Beitrag zur Realisierung der langfristigen Anlageziele von Investoren leisten kann.“

Gezielte Investments
Wie die Studie zeigt, haben fast 90 Prozent der Befragten „spezifische China-Allokationen“, d.h. gezielte Anlagen am chinesischen Markt und nicht nur China-Anlagen, die sich aus einem breiteren regionalen Engagement oder Emerging-Market-Investment ergeben. Beispiele sind spezifische Allokationen in Aktien, Anleihen oder alternative Investments durch aktive Fonds, ETFs oder andere Anlagevehikel. Von den übrigen zehn Prozent der befragten Investoren, die bislang kein spezifisches China-Engagement haben, sind dennoch zwei Drittel über globale Portfolios oder Asien- bzw. Emerging-Market-Investments am chinesischen Markt investiert. 

Auf die Frage nach den Gründen für ihr gezieltes China-Engagement nannten die Befragten vor allem die „Stärkung der China-Expertise meiner Organisation“ (41%). Weitere bedeutende Faktoren für den Ausbau der China-Allokationen sind Fortschritte in wichtigen Bereichen wie der Unternehmensberichterstattung, der Rechtssicherheit, der Regulierung und der Finanzintermediation.

Organisationen, die noch keine spezifischen China-Allokationen haben, nannten die „fehlende Transparenz im Finanzsystem für ausländische Investoren“ als größte Hürde, die einem gezielten Investment in diesem Markt entgegensteht (39,5%). Mehr als 30 Prozent der Befragten führten zudem drei weitere Hemmnisse auf: Sorgen über eine unzureichende Rechtssicherheit und wirtschaftliche Stabilität sowie das Fehlen zuverlässiger Finanzintermediäre. Auf die Frage, was für Änderungen ihre Organisation zu einem gezielten China-Engagement veranlassen könnten, nannten mehr als 50 Prozent der Befragten eine größere Rechtssicherheit für ausländische Investoren.

Investoren haben mehrere Anlageziele
Andrew Lo, Senior Managing Director und Head of Asia Pacific bei Invesco, sagte: „Die Ergebnisse dieser umfassenden Studie bestätigen das von uns beobachtete allgemeine Interesse an China unter unseren globalen Kunden. Viele betrachten China inzwischen als wichtigen Anlagemarkt und Kernbestandteil ihrer globalen Portfolioallokation. Die chinesischen Behörden treiben die Öffnung der chinesischen Kapitalmärkte für ausländische Investoren weiter voran. Ein positiver Schritt in diesem Prozess war die Aufhebung der Beschränkung der Investitionsquoten für ausländische Investoren im Rahmen des QFII-Programms Anfang dieses Jahres.“

Befragte mit spezifischen China-Allokationen begründeten diese mit mehreren Anlagezielen. An erster Stelle steht die Portfoliodiversifikation (87%), gefolgt von der „Stärkung der Erfahrung interner Teams“ (69%) und der Alpha-Generierung (62%). Die Frage, ob diese Anlageziele erreicht wurden, wurde von 77 Prozent bejaht; 21 Prozent hielten eine Beurteilung hier für verfrüht und ein Prozent gaben an, ihre diesbezüglichen Ziele bislang nicht erreicht zu haben. (aa)

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