Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
Ad

Ohne Umwege zu Private Assets

Weltweit verwaltet Schroders über EUR 29 Mrd. in Private Assets. Das Produktspektrum umfasst dabei Immobilien, Private Equity, ILS, Infrastrukturanlagen und Privat Debt. Meiden Sie Umwege - hier mehr erfahren!

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

Inverse Zinskurve: Rezession nein, Korrektur ja

Die Inversion der Zinskurve in den USA muss kein Zeichen für eine drohende Rezession sein. Viel entscheidender ist das Konsumentenvertrauen – und das ist weiterhin stark, sagt Seema Shah, Chefstrategin von Principal Global Investors.

Seema Shah
Seema Shah, Chefstrategin von Principal Global Investors
© Principal Global Investors

In der Vergangenheit war eine Inversion der Zinsstrukturkurve stets ein zuverlässiger Rezessionsindikator. Diesmal aber könnte der Schein trügen, warnt Seema Shah, Chefstrategin von Principal Global Investors. Zwar entwickelt sich die US-Wirtschaft tatsächlich schwach und die Geschäftstätigkeit der Unternehmen deutet auf eine weitere Verlangsamung hin. Zugleich ist das Verbrauchervertrauen aber noch immer relativ  fest, wie die Einzelhandelsumsätze sowie gute Unternehmenszahlen aus dem Konsumgütersektor zeigten. "Solange die Verbraucher stark sind, halte ich es für schwierig, eine Rezession vorherzusagen", sagt Shah.

Sofern der Handelskrieg nicht noch weiter eskaliert, dürften die Stärke der US-Konsumenten und eine expansive US-Notenbank Fed die US-Wirtschaft bis Ende 2019 unterstützen, ist die Expertin überzeugt. Viel mehr als die Inversion der Zinskurve beunruhigt Shah das Absinken der Renditen von 30-jährigen US-Staatsanleihen unter die Zwei-Prozent-Grenze. "Der Markt glaubt, dass die Inflation wahrhaftig tot ist, dass eine wirklich lange Phase niedriger Zinsen bevorsteht, und die Investoren verlieren das Vertrauen in die Fed, die Wirtschaft zu stabilisieren", sagt die Expertin.

Der Druck steigt
Ein Großteil des Abwärtsdrucks auf die Renditen kommt ihrer Einschätzung nach von außerhalb der USA, vor allem aus China und Europa. Das zeige sich auch in Deutschland, wo die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen wegen der sich eintrübenden Konjunktur unter minus 70 Basispunkte gefallen sind. "Angesichts verbreiteter Negativrenditen am Anleihemarkt suchen die Investoren nach Rendite – und Sicherheit –, wo immer sie können", sagt Shah. Das übe auch Druck auf die Renditen von US-Staatsanleihen aus. Und dies wiederum führe zu verstärkten Sorgen um die Gesundheit der US-Wirtschaft. (fp)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren