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IntReal rechnet bei offenen Spezialfonds 2018 mit Milliarden-Geldern

Hohe Zuflüsse in offene Immobilien-Publikums- und Spezialfonds werden erwartet. Dabei rechnet IntReal bei den offenen Spezialfonds 2018 mit frischen Geldern zwischen acht und zehn Milliarden Euro. Zudem steigert die Investmentsteuerreform die Attraktivität des Fondsstandorts Deutschland.

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Michael Schneider, Geschäftsführer der IntReal
© IntReal

Die Fondsbranche blickt auf ein sehr gutes Jahr 2017 zurück, wie die Statistiken von Bundesbank und BVI zum Jahresende zeigen. Dies betrifft sowohl die offenen Spezial-AIF als auch die offenen Immobilien-Publikums-AIF. Die Nettomittelzuflüsse des Publikumssegments lagen laut BVI bei 5,5 Milliarden Euro und damit noch einmal deutlich höher (rund 30 Prozent) als im Vorjahr (2016: 4,2 Milliarden Euro).

Offenen Spezial-AIF fließen rund 9,8 Milliarden Euro frische Mittel von Institutionellen zu 

Bei den Fonds für institutionelle Investoren, den offenen Spezial-AIF, waren die Nettomittelzuflüsse 2017 mit 9,8 Milliarden Euro noch deutlich höher. Das Nettovermögen der Branche wuchs von 64,5 Milliarden Euro Ende 2016 auf rund 77,4 Milliarden Euro. Bei den geschlossenen Spezial-AIF stieg das Nettovermögen laut BVI auf rund 1,8 Milliarden Euro; die Nettozuflüsse lagen bei rund 700 Millionen Euro. Die tatsächlichen Zahlen dürften bei den geschlossenen Spezial-AIF allerdings deutlich höher liegen. Die BVI-Statistik erfasst nur Produkte der Verbandsmitglieder, und nicht alle Fondsanbieter sind Mitglied im BVI.

Kein Ende des Booms bei Spezial-AIFs in Sicht

Michael Schneider, Geschäftsführer der IntReal, kommentiert: „Ich sehe im Segment der  Spezial-AIF kein Ende des Booms und rechne für 2018 mit Mittelzuflüssen, die mindestens auf dem Niveau von 2017 liegen – also etwa zwischen acht und zehn Milliarden Euro. Für die Service-KVGen am Markt ist diese Entwicklung erfreulich, denn sie bedeutet weitere Wachstumsmöglichkeiten, die nicht nur auf das Segment der offenen Spezial-AIF beschränkt ist. Erfreulich ist die wachsende Akzeptanz der „neuen“ Investment KG, also des geschlossenen Spezial-AIF, insbesondere für großvolumige Einzelimmobilien. Weitere Chancen bietet die zu Jahresbeginn in Kraft getretene Investmentsteuerreform. Damit besteht erstmalig die Möglichkeit, Fonds auch steuerlich differenziert auszugestalten. So können zukünftig kundenspezifische Anlagealternativen dargestellt werden, indem Fonds je nach Anlegerwunsch steuerlich transparent oder steuerintransparent aufgelegt werden. Hier ist der deutsche Fondsstandort gegenüber anderen europäischen Fondsstandorten jetzt deutlich besser und wettbewerbsfähiger geworden.“

Regulierung schreitet weiter voran 

Allerdings sind gleichzeitig die regulatorischen Anforderungen an die KVGen erheblich gestiegen. „Allein die Investmentsteuerreform und MIFID II, die beide zum Jahreswechsel in Kraft getreten sind, stellen erhebliche Anforderungen an unsere Prozesse und unsere IT. Diesen Mehraufwand müssen wir in der Regel ohne entsprechende Mehreinnahmen leisten. Das bedeutet, dass wir unverändert unsere Prozesse z.B. weiter digitalisieren und noch effizienter gestalten müssen“, sagt Schneider. (kb)

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