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Interaktionen können sich lohnen: Warum 1 + 1 = 3 ist

Es gibt viele Faktoren, die gute Renditen bescheren. Mit Small Caps lag die Performance seit 1999 im Mittel bei 10,3 Prozent pro Jahr, mit dem Momentum-Faktor sogar bei 10,8 Prozent p.a.. Und wenn Anleger die beiden Faktoren kombiniert hätten? 14,3 Prozent p.a. – ein klassischer Interaktionseffekt.

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Christian Maschner, Executive Partner bei HQAM
© HQ Asset Management

Wenn also Investoren die beiden Faktoren Small Caps und Momentum kombiniert hätten, wäre eine annualisierte Rendite von 14,3 Prozent möglich gewesen. Dies war der Fall, wenn man kleine Unternehmen mit dem höchsten Momentum gekauft hätte -in einem solchen Fall spricht man von einem klassischen Interaktionseffekt. Das Gegenstück - große Firmen mit niedrigem Momentum - hätten dagegen im Mittel bloß 5,7 Prozent pro Jahr Rendite gebracht. Das illustriert die folgende Grafik.

Gelungene und weniger gelungene Faktorkombinationen
Die Analyse bezieht sich auf das europäische Aktienuniversum (MSCI Europa, ohne Finanzwerte). Das; Momentum wird monatlich berechnet auf Basis der Performance der letzten zwölf Monate, ohne den letzten Monat. Size wird monatlich auf Basis der Marktkapitalisierung eines Unternehmens berechnet. Das Portfolio „Hoch“ ist definiert als die 30 Prozent  Unternehmen mit dem höchsten Wert; Das Portfolio „Mittel“ ist definiert als die Unternehmen mit dem Wert in dem 30 bis 70 Prozent-Perzentil; Das Portfolio „Niedrig“ ist definiert als die 30 Prozent Unternehmen mit dem niedrigsten Wert. Die Berechnung des Faktors erfolgt um Sektoreffekte bereinigt und monatlich; Der Zeitraum der Berechnung reicht vom 30.11.1999 bis zum 31.08.2021. Die Unternehmen in den Portfolios sind gleichgewichtet.

Quelle: HQAM, S&P Capital IQ.

Welche Interaktionen sind potentiell am ertragreichsten? 
Christian Maschner, Executive Partner bei HQAM, schildert die Problemlage: „Investoren stehen vor der Frage, welche Interaktionen potenziell am ertragreichsten sind. Dazu müssten sie alle möglichen Interaktionen berechnen. Bei 25 Faktoren gibt es aber bereits 300 mögliche Interaktionen. Nimmt man doppelte Interaktionen hinzu, wie beispielsweise Size plus Momentum plus Value, kommt man bereits auf 2300 Interaktionsmöglichkeiten.“

Die Lösung
Mit einfachen Methoden und fehlender Rechenpower ist das Problem nicht zu lösen, vielmehr handelt es sich hier um einen Fall für die Künstliche Intelligenz (KI). Flexible Methoden aus dem Bereich der KI und große Rechenpower können die wichtigsten Interaktionseffekte erkennen und nutzen, so Maschner weiter. (kb)

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