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Institutionelle sehen trotz Turbulenz Chancen bei Schwellenländerbonds

Durch den Ukraine-Krieg verfestigt sich die Volatilität bei Fixed-Income-Anlagen in den Schwellenländern. Laut einer von Vontobel AM publizierten Studie sorgen sich Institutionelle zwar über die Auswirkungen des Krieges auf den Markt und die Wirtschaft, zeigen sich jedoch weiter zuversichtlich.

Simon Lue-Fong, Head of Fixed Income, Vontobe.
Simon Lue-Fong, Head of Fixed Income bei Vontobel AM
© Vontobel

Vontobel befragte im ersten Quartal 2022 mehr als 300 institutionelle Anleger und Vermögensverwalter in Nordamerika, Europa und dem Asien-Pazifik-Raum. Der Umfrage zufolge zeigten sich vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine weltweit 72 Prozent der institutionellen Anleger optimistisch in Bezug auf BIP-Wachstum, Inflation und Risikoprämien für Anleihen in den europäischen Emerging Markets (EM). Unter den nach der Invasion eingegangenen Antworten spiegelten hingegen nur noch 55 Prozent eine positive Haltung wider. 

EM-Segment insgesamt für Insitutionelle weiterhin attraktiv 
Obwohl sich die Stimmung an den europäischen Emerging Markets eingetrübt hat, erscheint institutionellen Anlegern das EM-Segment insgesamt weiter attraktiv. Mehr als die Hälfte (64 Prozent) gab an, ihre Asset Allocation in der Anlageklasse in den kommenden 24 Monaten erhöhen zu wollen („leicht“ oder „wesentlich“). Als Hauptgründe für eine solche Aufstockung wurden der Diversifikationsvorteil gegenüber aktuellen Positionen (56 Prozent), ein hochliquider Markt (48 Prozent) sowie günstige ESG-Aussichten (47 Prozent) genannt.

Notwendigkeit der Diversifikation vollumfänglich anerkannt
„Trotz des schwierigen Marktumfelds sehen institutionelle Anleger rund um die Welt die Notwendigkeit der Diversifikation, um sowohl höhere Renditen zu erzielen als auch eine Absicherung gegen die Volatilität anderer Anlageklassen zu bekommen, die sich aus marktbedingten und geopolitischen Faktoren ergibt“, sagt Simon Lue-Fong, Leiter der Fixed Income Boutique bei Vontobel. „Mit festverzinslichen EM-Anlagen lassen sich diese Anforderungen in einem Anlageportfolio umsetzen, doch es braucht einen erfahrenen aktiven Manager, der die damit verbundenen Herausforderungen kennt und bewältigen kann.“

Emerging Markets Debt (EMD) noch immer als exotisches Instrument betrachtet
Als größte Herausforderungen bei Fixed-Income-Anlagen in Emerging Markets nannten institutionelle Anleger weltweit die Sorge über Ausfallraten und Schuldenlast (51 Prozent), Liquidität (48 Prozent), Volatilität (45 Prozent) sowie Bedenken hinsichtlich Corporate Governance, Datenqualität und -transparenz sowie Berichtsstandards (38 Prozent). „Diese Bedenken sind nicht neu. Die Anlageklasse wird von vielen Anlegern nach wie vor als exotische Nische betrachtet. Aktiven Anlegern mit fundierten Kenntnissen bietet das Segment jedoch ein breites Spektrum an Möglichkeiten – der Effekt der Ausfallrate wird oftmals überschätzt, und Phasen der Volatilität bieten hervorragende Gelegenheiten zum Ausnutzen von Marktineffizienzen“, kommentiert Lue-Fong.

Anleger setzen auf ESG-Mandate für festverzinsliche EM-Anlagen
In den Emerging Markets kommt der Überwachung von ESG-Faktoren eine besondere Bedeutung zu. Fast alle weltweit Befragten (91 Prozent) gaben an, einen ESG-Ansatz für ihre Allokationen in festverzinslichen EM-Anlagen anzuwenden, darunter Impact Investing (55 Prozent), systematisches Screening zur Einbeziehung oder zum Ausschluss von Wertpapieren (54 Prozent) und Gespräche mit dem Management der Emittenten zur Einflussnahme auf ESG-Richtlinien und -Praktiken (49 Prozent).

Herausforderungen bei EMD
Trotz der weiten Verbreitung von ESG-Ansätzen weisen institutionelle Anleger auf eine Reihe von Herausforderungen hin, denen sie im Fixed-Income-Sektor in den Emerging Markets gegenüberstehen, wie etwa uneinheitliche Daten von Drittanbietern (62 Prozent), Skepsis gegenüber den positiven Auswirkungen von ESG-Anlagen (61 Prozent), die Wahrnehmung eines höheren Risikos in Verbindung mit festverzinslichen EM-Anleihen (43 Prozent) und der Mangel an geeigneten ESG-Lösungen von externen Asset Managern (43 Prozent). 

EMD mit ESG ist der neue Standard für Institutionelle 
„In den letzten Jahren hat sich die Einbeziehung von ESG-Kriterien für institutionelle Anleger zu einem Standard entwickelt und Fixed-Income-Anleger in den Emerging Markets haben erkannt, dass die Anlageklasse einzigartige Chancen bietet, um gleichzeitig Erträge und eine positive Wirkung zu erzielen“, stellt Lue-Fong fest. „Unsere Studie zeigt, dass das Interesse Institutioneller an nachhaltigen Anlageprodukten stärker denn je ist. Die Anlegergruppe stützt sich auf das Know-how aktiver Manager, um attraktive und nachhaltige Anlagechancen zu ermitteln und dabei die inhärenten Risiken zu steuern, die mit Emerging Markets verbunden sind.“ (kb)

 

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