Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

Institutionelle Immobilieninvestoren nehmen Nachhaltigkeit ernst

Über das Netzwerk des FondsForums wurde erstmals eine groß angelegte Umfrage zum Thema ESG bei institutionellen Immobilien-Investoren durchgeführt. Danach berücksichtigen bereits 52 Prozent das Thema umfassend in der Unternehmens- und Produktentwicklung.

immos
© SasinParaksa / stock.adobe.com

An der Umfrage nahmen rund 130 institutionelle Anleger, Fonds-Anbieter/Asset Manager, Projektentwickler, Kreditinstitute und Branchendienstleister teil. Der Anteil der Investoren lag bei 37 Prozent. 

ESG wird Immobilienwirtschaft dauerhaft verändern
Rund 78 Prozent der Befragten sind davon überzeugt, dass an ESG kein Weg vorbeiführt. Weitere 20 Prozent glauben, dass ESG das Immobiliengeschäft komplizierter machen wird. Mit rund 91 Prozent glaubt die Mehrheit der Befragten an eine dauerhafte Veränderung der Immobilienwirtschaft durch ESG. Lediglich sechs Prozent betrachten ESG in der Branche nur als temporäres Thema.

Branche bemängelt fehlende EU-Vorgaben
Die meisten Teilnehmer der Umfrage (59 Prozent) führen den relativ langsamen Bedeutungsanstieg des Themas ESG in der Immobilienwirtschaft vor allem auf fehlende konkrete Handlungsanweisungen durch die EU zurück. Auch bisher unklare Auswirkungen auf die Branche (21 Prozent) und die erst seit kurzer Zeit stark steigende mediale Wahrnehmung haben nach Ansicht der Teilnehmer dazu geführt.

Immobilien-Transaktionen bald nur noch mit ESG
Die Mehrzahl der Befragten (82 Prozent) misst der Berücksichtigung von ESG-Kriterien bei Immobilientransaktionen eine wichtige Bedeutung zu. Weitere 14 Prozent sehen sogar eine exklusive Bedeutung. Ohne die Einhaltung von ESG-Kriterien werden nach Meinung dieser Gruppe keine positiven Entscheidungen mehr möglich sein.

Bei ESG steht die Umwelt-Nachhaltigkeit im Zentrum
Gefragt nach der Bedeutung der einzelnen Aspekte der Nachhaltigkeit geben bereits heute 52 Prozent dem Umwelt-Aspekt eine hohe und damit zentrale Bedeutung. Die sozialen Aspekte werden aktuell von 55 Prozent als mittel und von acht Prozent als hoch eingestuft. Dieser Anteil dürfte nach Ansicht der Befragten deutlich auf hoch (53 Prozent) und mittel 46 Prozent steigen. Das Thema Governance beziehungsweise gute Unternehmensführung schätzen heute 16 Prozent als hoch und 50 Prozent als mittel sein. Mit Blick auf die Zukunft erwarten 54 Prozent eine hohe und 38 Prozent eine mittlere Bedeutung.​ 57 Prozent setzen bereits ESG-Kriterien um. Speziell die Fondsanbieter und Asset-Manager (69 Prozent), aber auch die Dienstleister sind hier besonders aktiv (je nach Segment 71 - 75 Prozent).

ESG-Ratingergebnisse werden mitberücksichtigt
ESG-Ratingergebnisse sind für rund 71 Prozent von mittlerer Bedeutung, d.h. sie werden bei Immobilientransaktionen mitberücksichtigt, sind damit weder unwichtig noch alles entscheidend. (kb)

 

 

 

 

 

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren