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Institutionelle Immobilienfonds: Wohnen statt Einzelhandel

Scope hat das Angebot an Immobilienfonds, in die Institutionelle derzeit investieren können, erhoben und analysiert. Der Nutzungsarten-Fokus hat sich im Vergleich zur Vorgängerumfrage aus dem Jahr 2018 deutlich verschoben.

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Wohnimmobilienfonds sind deutlich beliebter bei Institutionellen als etwa Fonds mit Einzelhandelsimmobilien.
© psdesign1 / Fotolia

Die Ratingagentur Scope hat im Zeitraum von Februar bis Mai das Angebot an Immobilienfonds, in die deutsche Institutionelle derzeit investieren können, erhoben und analysiert. Insgesamt 21 Asset Manager haben an der Umfrage teilgenommen und Auskunft über ihr aktuelles Angebot an indirekten Immobilienanlagen für deutsche Investoren gegeben. Ergebnis:

Derzeit sind mindestens 52 alternative Investmentfonds investierbar
Das geplante Eigenkapitalvolumen (EK) der Fonds summiert sich auf mehr als 42 Milliarden Euro. Rund 40 Prozent der Fonds haben einen breiten Investitionsfokus auf Europa. Mehr als ein Drittel der Fonds konzentriert sich rein auf deutsche Immobilien. Mit deutlichem Abstand folgen Fonds mit einer globalen Strategie sowie dem Investmentziel USA. Die Nutzungsart Büro weist mit 14 Fonds die größte Anzahl am Angebot auf. Es folgen Wohnimmobilien (10 Fonds), Fonds mit mehreren Nutzungsarten (10), Mikro- und Studentenwohnungen (6), Hotel (4) und Logistik (2).

Aktuell gibt es keinen einzigen Fonds mit einem Fokus auf Einzelhandelsimmobilien
In der Vorgängerumfrage im Jahr 2018 zählte Einzelhandel mit 15 Fonds zur dritt-beliebtesten Nutzungsart. Dies zeigt: Die Perspektiven für Einzelhandelsimmobilien haben sich deutlich eingetrübt. 34 der 52 Fonds und zusammen mehr als 80 Prozent des EK-Zielvolumens investieren in die risikoarme Risikoklasse „Core“. Weitere zwölf Fonds setzen auf „Core+“-Strategien. Lediglich sechs Fonds werden in Objekte mit dem Risikoprofil bzw. der Anlagestrategie „Value Add“ investieren.

49 der 52 Fonds haben Angaben zur Renditeerwartung gemacht
34 dieser Fonds verwenden dazu die IRR-, 14 Fonds die BVI-Methode. Die durchschnittliche Renditeerwartung der Fonds nach IRR- bzw. BVI-Methode liegt bei 6,8 Prozent beziehungsweise 4,1 Prozent proJahr. Ein Fonds mit Fokus auf deutsche Wohnimmobilien stellt bei der Renditeerwartung auf das ausschüttungsfähige Ergebnis ab.

44 der 52 Fonds machten Angaben zur Ziel-Ausschüttungsrendite
Der Durchschnitt dieser Fonds liegt bei 4,1 Prozent und niedriger als die erwartete IRR-Rendite. Aus der Tatsache, dass die erwartete Gesamtrendite nach der IRR-Methode in der Tendenz die Ausschüttungsrendite übersteigt, lässt sich schließen, dass Fondsmanager eine zusätzliche Wertschöpfungskomponente einplanen – insbesondere Wertzuwächse der Fonds-Immobilien. Ob und in welchem Umfang dies in der aktuellen Marktsituation möglich ist, darf hinterfragt werden. 21 der 44 Fonds liegen bei der Ziel-Ausschüttung zwischen 4 und 5 Prozent (siehe Grafik).

Ziel-Ausschüttungsrendite institutioneller Immobilienfonds

Das vielfältige Angebot ist aus Investorensicht zum einen erfreulich, zum anderen jedoch auch mit erhöhtem Aufwand im Zuge der Fondsselektion verbunden. (kb)

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