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Insight Investment: Sind Credit-Prämien ausreichend hoch?

Nachdem sich bei Corporate-Credit die Bewertungen im ersten Quartal dramatisch verbessert haben, stellt sich die Frage, ob institutionelle Investoren für das Eingehen von Kreditrisiken angemessen entschädigt werden.

Sabrina Jacobs, Fixed Income Specialist bei Insight Investment
Sabrina Jacobs, Insight Investment
© Insight Investment

„Die schwerwiegenden Marktverwerfungen der letzten Wochen haben zu einem dramatischen Anstieg der Spreads geführt und bieten Investoren attraktive Einstiegspunkte“, erklärt Sabrina Jacobs, Fixed Income Specialist bei Insight Investment in einer aktuellen Analyse und verweist dabei auf einen Vergleich von globalen Kreditspreads im Investment-Grade-Bereich im Vergleich zur Vergangenheit. „Die schwerwiegenden Marktverwerfungen der letzten Wochen haben zu einem dramatischen Anstieg der Spreads geführt und bieten Investoren attraktive Einstiegspunkte“, meint Jacobs.

Analyse der Streuperzentile
Um den historischen Kontext zu verdeutlichen, enthält die erste Abbildung unten das 10., 50. und 90. Streuperzentil. Zu Erinnerung: Perzentile ermöglichen es zu verstehen, wie "billig" oder "teuer" Spreads im Vergleich zur historischen Entwicklung sind. Beispielsweise gibt das 90. Perzentil das Niveau an, bei dem die Spreads in nur zehn Prozent der Fälle billiger und in 90 Prozent der Fälle teurer waren. Der Abbildung zufolge lagen die globalen Kreditspreads im Investment-Grade-Bereich jüngst weit über dem Niveau des 90. Perzentils, was bedeutet, dass die Bewertungen im Vergleich zur Vergangenheit billig sind. Sie gehören zu den zehn Prozent der billigsten Niveaus seit 1996 und befinden sich auf dem billigsten Niveau seit der globalen Finanzkrise 2008/09.

Spreads übertreffen die Kompensation des Ausfallrisikos
Jacobs ist der Meinung, dass das jüngste Ausfallsniveau, das durch die Kreditspreads entstanden ist, weit über die tatsächlichen Ausfälle hinausgeht, die Investoren angesichts der monetären und finanzpolitischen Maßnahmen wahrscheinlich erleben werden. Daher ist Jacobs der Ansicht, dass die Spreadniveaus per Ende des ersten Quartals einen beträchtlichen Ausgleich für das Risiko bieten .

Bei HY-Bonds ist ein gutes Händchen gefragt
Auf den Hochzinsmärkten sei laut Jacobs die Pufferung weniger ausgeprägt, aber die Titelauswahl, d.h. das Aufgreifen der richtigen Namen, die nicht in eine Ausfallphase geraten, wird mit hohen Spread-Niveaus belohnt. „Ebenso glauben wir, dass eine auf Sicherheit bedachte Auswahl im Investment-Grade-Bereich von Bedeutung sein wird, um keine ‚gefallenen Engel‘ zu kaufen - also Anleihen, die von Investment-Grade auf Hochzinsanleihen herabgestuft werden - und die nicht die gleiche Unterstützung von der Geldmarktpolitik erhalten werden“, erklärt Jacobs abschließend. (aa)

 

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