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In ERI Scientific Beta Indizes bleiben chinesische A-Aktien außen vor

Die Anzahl der chinesischen Aktien im Smart Beta-Investment-Universum zu erhöhen, ist derzeit nicht angebracht, sagen die Wissenschaftler des EDHEC-Risk Institute (ERI) und dessen Scientific Beta-Abteilung. Sie gehen damit einen anderen Weg als traditionelle Indexprovider, die A-Aktien aufnehmen.

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© klublu / stock.adobe.com

Scientific Beta als einer der führenden Smart Beta Index-Anbieter zielt drauf ab, Faktorindizes zu kreieren und zu veröffentlichen, die den gegenwärtigen Zustand der Weltwirtschaft widerspiegeln, wobei man ein hohes Ausmaß von Liquidität, Investierbarkeit und Replizierbarkeit anstrebt.

Definition und Konstruktion eines investierbaren Universums 
Diese sind Schlüsselthemen bei der Schaffung von Aktienportfolien und Aktienindizes. Eine Investition in Smart Beta erfordert, dass Investoren Zugang zu Lösungen erhalten, die das Liquiditätsrisiko gründlich kalkuliert haben, da die Gewichtung der Einzelaktien bei Smart Beta von der Gewichtung nach der Marktkapitalisierung abweicht. 

Hauptproblem Liquiditätsrisiko
Dies ist das Hauptargument, warum Scientific Beta keine A-Aktien zum gegenwärtigen Zeitpunkt in das investierbare Universum aufnimmt, obwohl die chinesischen Behörden bei einigen wichtigen Aspekten Fortschritte erzielt haben. So haben die chinesischen Börsen im Dezember 2018 ihre Regeln und Bedingungen einer Handelsaussetzung verschärft, um die Anzahl der Handelsunterbrechungen zu beschränken. Des Weiteren wurde im Januar 2019 die Quote für QFIIs (Qualified Foreign Institutional Investors) auf 300 Milliarden US-Dollar verdoppelt, um der Nachfrage aus dem Ausland entgegenzukommen und sich auf die Aufnahme der A-Aktien in einige internationale Aktien-Benchmarks vorzubereiten.

Scientific Beta nimmt Bemühungen der chinesischen Behörden zur Kenntnis
Man sieht aber einige potentielle Liquiditätsrisiken wie etwa die Tatsache, dass die Aufsichten ausländische Kundengelder einfrieren können, wenn es zu extremen Marktschwankungen kommt. Das liefe auf eine Bestrafung der Kunden hinaus. Trotz der kürzlich erfolgten Liberalisierung des QFII-Programms behält das staatliche chinesische Devisenamt SAFE (State Administration of Foreign Exchange) das Recht auf Ausübung einer makro-prudentiellen Aufsicht bezüglich der Repatriierung von Auslandskapital und kann temporäre Restriktionen bei der Kapitalrückführung erlassen.

Nicht genügend Derivate zu Absicherungszwecken
Dazu kommt noch eine eingeschränkte Verfügbarkeit von derivativen Instrumenten, im Besonderen von Index Futures. Das reduziert die Möglichkeiten für Investoren, effiziente Hedges einzugehen und Risikomanagement-Strategien umzusetzen. Die Deckelung des Auslandsbesitzes von A-Aktien mit 30 Prozent kann zum Problem bei weiteren massiven Zuflüssen aus dem Ausland werden. So werden etwa Aktien-Trading-Verbindungen mit Hong Kong gestoppt, wenn der Ausländeranteil bei 28 Prozent einer A-Aktie liegt, was wiederum Liquiditätsfragen aufwirft. Käufe via Hong Kong werden erst dann wieder bewilligt, wenn der Auslandsbesitz an A-Aktien auf 26 Prozent gefallen ist. 

Hong Kong-Achse kann bei hohem Ausländeranteil zur Falle werden
Schließlich führt Scientific Beta an, dass Vorsichtmaßnahmen, die Indexprovider treffen, die marktkapitalisierungsgewichtete Indizes anbieten, nicht geeignet sind, um einen Schutz für die Liquidität von Indizes mit alternativer Gewichtung wie Smart Beta Indizes darzustellen. Bei Scientific Beta ist man überzeugt, dass ein Investment in einen chinesischen Block von hundert liquiden Aktien, der aus H-Aktien, P Chips, Red Chips und ADRs (Depositary Receipts)  besteht, die alle an ausländischen Börsen ohne Handelsrestriktionen gelistet sind, die Investorenschaf am besten vor diesen unnötigen Investmentrisiken schützt. (kb)

 

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