In diese Asset-Klassen lenken die Top-Vermögensverwalter ihre Gelder
Laut einer Analyse der Citigroup bevorzugen die großen Asset-Manager derzeit alles rund um Schwellenländer; im Gegenzug sind sie pessimistisch gegenüber dem Greenback im Allgemeinen sowie US-Treasuries und US Corporate Debt im Speziellen eingestellt.

Eckpunkte:
- Die Top-Vermögensverwalter setzen auf die Aktien und Anleihen aus den Emerging Markets
- Unbeliebt sind der US-Dollar sowie US Corporate Bonds
- Laut Citigroup-Analysten gibt es unter vielen großen Fondslenkern "keine Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der Long-Positionen in Gold und der Short-Positionen im US-Dollar”
Die weltweit größten Vermögensverwalter, die mehr als 20 Billionen Dollar an Anlagen verwalten, kaufen Aktien aus Schwellenländern sowie Anleihen und Kredite in lokaler Währung. Sie setzen darauf, dass das starke globale Wirtschaftswachstum und ein schwächerer Dollar diesen Märkten zugutekommen werden, so Analysten von Citigroup nach Prüfung der veröffentlichten Prognosen der Fonds. Darüber berichtet Bloomberg News.
Diese Verlagerung spiegelt auch die Probleme einiger Industrieländern wider, wo politische Unsicherheiten und fiskalische Bedenken die Stimmung belasten - die Anleiherenditen in den USA, Japan und Deutschland sind gestiegen. Der MSCI Emerging Markets Aktienindex befindet sich auf einem Rekordhoch, während das Handelsvolumen der entsprechenden börsengehandelten Fonds ebenfalls gestiegen ist, merkt Bloomberg an.
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Über- und Untergewichtungen
Laut Citi haben Fondsmanager ihre Long-Positionen in Aktien aus Asien, Lateinamerika sowie Europa, dem Nahen Osten und Afrika ausgebaut. EM-Anleihen sind ihre wichtigste Durationsentscheidung, im Gegensatz zu Short-Positionen in US-Staatsanleihen und diversen europäischen Anleihen. Im Kreditbereich weisen EM-Anleihen die größte Übergewichtung auf, während US-Investment-Grade-Anleihen weiterhin eine beliebte Untergewichtung sind, so die Bank.
Auch wenn die globalen Märkte diese Woche durch Befürchtungen aufgerüttelt wurden, dass Künstliche Intelligenz große Teile der Wirtschaft erschüttern könnte, haben sich EM-Anlagen weiterhin gut entwickelt. Der MSCI EM Index stieg am Donnerstag auf ein neues Rekordhoch, getragen von einem Anstieg der asiatischen Technologieaktien und einem schwächeren Dollar.
Ein Bloomberg-Index für Staatsanleihen aus Schwellenländern in lokaler Währung hat in diesem Jahr bisher eine Rendite von 2,2 Prozent erzielt, nachdem er im letzten Jahr mit 8,5 Prozent die beste Jahresrendite seit 2017 erzielt hatte.
Gold blieb laut Citi ebenfalls eine Quelle der Stabilität. Fondsmanager haben während der jüngsten Rally ihre Positionen in Edelmetallen aufgestockt und verweisen dabei auf die starke Nachfrage der Zentralbanken und die schwächeren Aussichten für den Dollar.
“Es gibt keine Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich der Long-Positionen in Gold und der Short-Positionen im US-Dollar”, so die Bank. (aa)

