In der deutschen Finanzbranche fürchtet jeder Vierte um seinen Job
?In der deutschen Finanz- und Immobilienbranche fürchten über ein Viertel der Beschäftigten um seinen Arbeitsplatz. In einigen anderen Ländern ist die Job-Angst innerhalb der Sektors sogar noch größer. Das zeigen Daten aus einer Studie des Personaldienstleisters Manpower, die Bloomberg vorliegen.

Demnach erklärten 29 Prozent der Beschäftigten in der Branche in Deutschland, dass es wohl mittel bis sehr wahrscheinlich ist, dass sie ihren Job in den kommenden sechs Monaten verlieren. In den USA gingen sogar 30 Prozent davon aus, in Großbritannien waren es 34 Prozent. Und in der Schweiz, wo es gerade eine der größten Banken-Übernahmen der letzten Jahre gegeben hatte, lag der Wert bei 53 Prozent.
Mehr Zuversicht herrscht in Japan und Italien
Zuversichtlicher als in Deutschland sind unter anderem die Beschäftigten der Finanz- und Immobilienbranche in Japan und Italien. Dort glauben nur 27 Prozent beziehungsweise 24 Prozent der Befragten, dass sie ihren Job in den kommenden sechs Monaten verlieren könnten.
Vielfältige Gründe
Fusionen, Filialschließungen, Automatisierung und zuletzt auch der Siegeszug von Künstlicher Intelligenz sorgen dafür, dass in einigen Bereichen der Bedarf an Mitarbeitern sinkt. In Deutschland ist die Beschäftigtenzahl bei Banken und Sparkassen seit dem Jahr 2000 um mehr als 200.000 auf zuletzt rund 550.000 gesunken. Allerdings gibt es Anzeichen dafür, dass der Mitarbeiterrückgang der vergangenen Jahrzehnte zum Stillstand kommt.
Über alle Branchen in Deutschland hinweg erklärten 33 Prozent der Befragten, dass sie um ihren Job fürchten.
Die von Manpower erhobenen Daten zur Finanz- und Immobilienbranche sind Teil des Global Talent Barometers 2025, den der Personaldienstleister erstellt hat. Befragt wurden über 13.000 Beschäftigte aus verschiedenen Branchen in 19 Ländern. Die Erhebung fand zwischen dem 14. März und dem 11. April statt. (kb)