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Immobilieninvestments im Raum Asien-Pazifik bieten strukturelle Vorteile

Warum institutionelle Investoren in der APAC-Region eine höhere Immobiliengewichtung anstreben sollten, erläutert der Head of Research, Product Strategy and Development bei Savills Investment Management.

Andrew Allen, Head of Research, Product Strategy and Development bei Savills Investment Management
Andrew Allen, Savills Investment Management
© Savills Investment Management

Der Inflations- und Zinsanstieg stellt auch für den deutschen beziehungsweise europäischen Immobilienmarkt eine zunehmende Herausforderung dar. Gerade in diesen Zeiten lohnt sich der Blick über den Tellerrand besonders, denn die entwickelten Märkte in der Region Asien-Pazifik (APAC) bieten aufgrund zahlreicher struktureller Faktoren nach wie vor spannende Chancen für Immobilieninvestoren, scrhreibt Andrew Allen, Head of Research, Product Strategy and Development bei Savills Investment Management, in einem "Institutional Money" exklusiv vorliegenden Beitrag.

Diversifikationspotential nutzen
Die globale Diversifikation bei Immobilienportfolios ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich vorangeschritten. Der grenzüberschreitende Kapitalfluss war laut Ansicht Allens nie höher als zurzeit. Trotzdem bleiben durch die nach wie vor hohen Allokationen in den Heimatmärkten vielfach Chancen in den weiter entfernten Regionen wie Asien-Pazifik ungenutzt. Dabei kann ein geografisch diversifiziertes Portfolio Risiken in Krisenzeiten abfedern, wenn die Unterschiede bei Marktzyklen und -entwicklungen erkannt und genutzt werden. Außerdem bieten Investmentstrategien, die Regionen wie Asien-Pazifik miteinbeziehen, die Möglichkeit, höhere risikoadjustierte Renditen zu erzielen als Portfolios mit zu hoher regionaler Konzentration, betont Allen.

Asiatisch-pazifische Wirtschaft zeigt sich robust
Die Region Asien-Pazifik bleibt von den derzeitigen Marktverwerfungen nicht gänzlich verschont, zeigt sich aber robuster als die hiesigen Märkte. Das von Oxford Economics für dieses Jahr prognostizierte Wirtschaftswachstum fällt mit 3,96 Prozent gegenüber 2021 mit 6,24 Prozent geringer aus, doch damit liegt dieses in der Region noch deutlich vor Europa mit 2,8 Prozent und Deutschland mit 1,7 Prozent (Stand: Juli 2022, reales Bruttoinlandsprodukt).

Ein schnelles und entschlossenes Handeln der Regierungen sowie eine hohe Impfquote haben tiefe wirtschaftliche Einschnitte aufgrund der Corona-Pandemie verhindert. Die meisten Märkte in der APAC-Region haben bereits Ende 2021 ihren wirtschaftlichen Stand von vor der Pandemie erreicht. Gestützt durch eine robuste Nachfrage nach Investitions- und Konsumgütern und ein allmähliches Nachlassen der Unterbrechungen in den Lieferketten, erholt sich auch die Exportwirtschaft zunehmend. Das wird sich auch weiterhin positiv auf die geringe Arbeitslosenquote in den meisten APAC-Märkten auswirken.

Im weiteren Jahresverlauf sind Allen zufolge die größten Abwärtsrisiken für die Erholung demnach die weitere Entwicklung des Ukraine-Krieges und der damit verbundene Kostendruck. Bislang haben sich die Auswirkungen aufgrund der geringeren handelspolitischen und finanziellen Verflechtungen gegenüber Russland und der Ukraine jedoch in Grenzen gehalten.

Kapitalstau begünstigt Investitionen trotz Inflation
Mehrere Gründe sprechen Allen zufolge dafür, dass die APAC-Immobilienmärkte im weiteren Jahresverlauf wettbewerbsfähig bleiben und gegenüber dem Vorjahr leicht zulegen werden. Der Inflationsdruck ist asymmetrisch und verläuft in Europa und den USA deutlich hartnäckiger als im Raum Asien-Pazifik, weshalb sich auch der Zeitpunkt von Zinserhöhungen in der APAC-Region anders verhält. Die Notenbank Südkoreas beispielsweise hat den Leitzins bereits zum fünften Mal seit Mitte 2021 angehoben und ist anderen Märkten damit weit voraus. Japan hält weiter an seiner lockeren Geldpolitik fest, was den Immobilienmarkt weiterhin begünstigt.

Gleichzeitig erreichte das Investitionsvolumen in Gewerbeimmobilien 2021 mit gut 166 Milliarden US-Dollar ein Rekordhoch in den APAC-Märkten. Dies war Allen zufolge einer Kombination aus aufgestauter Nachfrage und einem erhöhten zu investierenden Kapitalvolumen in der Region geschuldet.

Inländisches Kapital spielt auch 2022 weiterhin eine wichtige Rolle auf den Immobilienmärkten in der Region, während sich die Wiedereröffnung der Grenzen weiterhin positiv auf die grenzüberschreitenden Kapitalflüsse nach Australien und Japan auswirkt.

Mehr Risiken eingehen
Angesichts der Aussichten auf ein eher mageres Ertragswachstum könnten Anleger sich im Risikospektrum laut Allen etwas nach oben bewegen und Core-Plus- oder Value-Add-Strategien in Betracht ziehen, die ein besseres Rendite-/Risiko-Verhältnis bieten. Wobei die Chance auf günstigere Einstiegspreise für Objekte mit höheren Vermietungsrisiken in Märkten mit niedrigem Beta eine bessere risikobereinigte Performance ermöglichen sollte.

Attraktive Alternative zum deutschen und europäischen Immobilienmarkt
Insgesamt bilden daher Immobilien im Raum Asien-Pazifik aufgrund diverser struktureller Faktoren eine attraktive Ergänzung zu hiesigen Immobilieninvestments. Besonders der australische und japanische Markt bieten Investoren attraktive Investmentmöglichkeiten. Um die Marktchancen vor Ort erkennen und nutzen zu können, sind fundiertes Research, die Analyse der Fundamentaldaten sowie lokale Marktexpertise entscheidend, merkt der Savills IM-Mann abschließend an. (aa)

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