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Immobilien-Tycoon Benko umwirbt Staatsfonds für Signa Prime Selection

Der österreichische Immobilieninvestor René Benko steht in Verhandlungen mit den Staatsfonds von Norwegen und Abu Dhabi, um neues Kapital zur Unterstützung seiner Expansion einzuwerben, wie Bloomberg von Informanten in Erfahrung gebracht hat.

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Wird Renè Benko bald Staatsfonds anzapfen?
© Fotolia

Benko, der 41-jährige Gründer und Haupteigentümer der Signa Holding, hat demnach in den letzten Monaten Führungskräfte von Norges Bank Investment Management und der Mubadala Investmentgesellschaft getroffen, um die Finanzen und die Strategie seiner nicht börsennotierten Unternehmen zu präsentieren. 

Große Übernahmen gestemmt
Benko hat den Einzelhandelsbereich seiner Gruppe mit der Übernahme der Möbelkette Kika/Leiner in Österreich und der deutschen Kaufhof Warenhäuser von Hudson Bay  ausgeweitet. Der Kaufhof-Deal, der am Dienstag bekannt gegeben wurde, beinhaltet ein Immobilienportfolio und wird den Investor rund 1,6 Milliarden Euro kosten.

Benko war Teil einer österreichischen Wirtschaftsdelegation, die im April nach Abu Dhabi reiste, um in dem Emirat Geschäfte anzubahnen. Während eines Treffens mit Mubadalas CEO  Khaldoon Khalifa Al Mubarak, sagte Benko, Signa hoffe, eine Vereinbarung mit dem Staatsfonds über Investitionen in Europa zu vereinbaren. Es gebe jetzt konkrete Gespräche über einen solchen Deal, sagte einer der Informanten.

Trophäen-Investments
Der norwegische Staatsfonds und Mubadala haben eine Investition in Signa Prime Selection AG im Blick, Benkos Gesellschaft für Bestlagen-Immobilien, hieß es weiter. Das würde gut zu dem norwegischen Fonds passen, der in Partnerschaft mit anderen Investoren eine Reihe von Immobilien in der ganzen Welt erworben hat, darunter große Gebäude in der Londoner Regent Street, am Times Square und auf den Pariser Champs Elysées.

Mit 23 Objekten im Gesamtwert von 8,5 Milliarden Euro ist Signa Prime Selection vor allem für das Berliner Luxuskaufhaus KaDeWe und das Wiener Innenstadtquartier "Goldenes Quartier" bekannt. Die Gesellschaft wird die renommiertesten Kaufhof-Objekte im Hudson’s Bay-Deal erwerben.

Erfolgsgeschichte
Benkos Signa Prime Selection begann zu expandieren als der griechische Reederei-Milliardär George Economou 2009 zum ersten Großinvestor wurde. Im Jahr 2015 stieg Economou aus. Zu den weiteren Großaktionären gehören die deutschen RAG-Stiftung, Hans Peter Haselsteiner (Strabag), die R+V Versicherung und die Versicherung LVM.

Verdoppeltes Vorsteuerergebnis
Das Vorsteuerergebnis von Signa Prime Selection verdoppelte sich im Jahr 2017 auf 988 Millionen Euro, unterstützt durch eine Fair-Value-Anpassung von einer Milliarde Euro, wie aus dem Geschäftsbericht hervorgeht. Das nicht börsennotierte Unternehmen hat im vergangenen Monat eine Kapitalerhöhung in Höhe von 500 Millionen Euro abgeschlossen. (kb)

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