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Warum uns der Sektor „nicht-basiskonsumgüter“ in Europa gefällt

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Der Indikator für das Verbrauchervertrauen in der Eurozone zeigt zunehmenden Optimismus. Gleichzeitig steigen auch die Reallöhne, und die Kreditaufnahme von Haushalten. Von diesem Trend dürfte der Sektor Nicht-Basiskonsumgüter kurzfristig profitieren.

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Im Darkroom gehen die Lichter aus: MiFID macht's möglich, sagt UBS

Die Schweizer Großbank UBS Group erwartet, dass durch die Einführung der MiFID-II-Regeln ein Drittel des Handels in Dark-Pools auf öffentliche Märkte wie Börsen verlagert wird.

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© T.R. / Fotolia

In einer Studie, aus der Bloomberg News zitiert, prognostizieren die beiden UBS-Analysten Michael Werner und Federico Bragas, dass jene 9,7 Prozent der europäischen Aktien-Handelsgeschäfte, die derzeit in Dark-Pools stattfinden, innerhalb von drei Monaten nach dem Startdatum des neuen EU-Regelwerks am 3. Januar 2018 auf einen Anteil von etwa 6,2 Prozent schrumpfen werden.

Traditionelle Börsen werden Marktanteile gewinnen

In diesem Zuge dürften die traditionellen Börsen ihren Anteil am Handelsvolumen wohl um 2,5 Prozent erhöhen, heißt es in der UBS-Studie. Der Rest gehe wohl an durchsichtigere Märkte, die etwa von CBOE Global Markets und Turquoise, einer Tochter der London Stock Exchange Group, betrieben werden. Im vergangenen Monat hatte der Schweizer Finanzkonzern bereits erklärt, dass die Aktien der Börsenbetreiber Euronext, Deutsche Börse und Nasdaq  mit den Auswirkungen von MiFID zur ihren am meisten bevorzugten Titeln zählen würden. Bei Dark Pools handelt es sich um elektronische Plattformen, auf denen Investoren Aktien kaufen und verkaufen können ohne das Volumen der Order oder den Kurs, den sie bereit zu akzeptieren sind, preiszugeben.

Hat UBS überhaupt recht?

Die UBS-Einschätzungen stehen im Widerspruch zu anderen Prognosen, wonach MiFID II die Dark-Trades eher verstärken als schrumpfen lassen dürfte. Die MiFID-Begrenzungen für Dark-Geschäfte umgehen bestimmte von Banken betriebene Handelsplätze und führen eine neue Art von Handelsplattform, sogenannte systematische Internalisierer (SI) ein, die unbegrenzten Dark-Handel erlauben. 

Systematische Internalisierer als Herausforderung

"Wir gehen davon aus, dass die doppelten Volumen-Obergrenzen den Börsen als kurzfristiger Rückenwind dienen werden, während systematische Internalisierer als längerfristiger Gegenwind wirken werden", schreiben die UBS-Analysten in ihrem Papier. 

UBS hat SIs als "eine der großen Unbekannten bei MiFID II" bezeichnet. Börsenbetreiber, allen voran Euronext, haben systematische Internalisierer bereits angegriffen, weil diesen die Regeln mehr Flexibilität bei der Aktien-Preisbildung verschaffen würden als allen anderen Arten von Plattformen. Falls SIs am Ende rund 15 Prozent des gesamten europäischen Aktienhandels auf sich ziehen, werden laut UBS die Erträge von Euronext am stärksten unter Druck geraten.

MiFID II könnter zu besser geregelten Dark-Pools führen

Die Wiener Börse erwartet indes nicht, dass die neuen MiFID II-Vorschriften ihr Ziel erreichen werden, zu starken Handel über Dark-Pools einzudämmen. Stattdessen werde MiFID II eher zu besser geregelten Dark-Pools führen, was sie näher an die Börsen-Regulierung bringe, sagte Christoph Boschan, CEO der Wiener Börse, im August in einem Interview. Die Regeln brächten seiner Meinung nach etwas mehr Licht in einen dunklen Bereich, aber nicht die Volumina aus der Dunkelheit in die beleuchteten Märkte. (kb)

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