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ifo-Präsident Fuest: Geldpolitik der Zentralbank stößt an Grenzen

Die dovishe Haltung, die Mario Draghi zuletzt einnahm, ist Gegenstand einer Analyse des ifo Institut in München. Wie es aussieht, wird Draghi im Herbst aus dem Amt scheiden, ohne die Zinsen während seiner Amtszeit jemals erhöht zu haben, weil die Wirtschaftslage das nicht hergibt.

Clemens Fuest
ifo-Präsident Clemens Fuest 
© Christoph Hemmerich / FONDS professionell

Die Anleihekurse im Euroraum sind nach der letzten EZB-Sitzung gestiegen und die Renditen gesunken, nachdem die Europäische Zentralbank eine neue Runde billiger Kredite (TLTROs III) zur Unterstützung angeschlagener Banken bekannt gab. Sie sagte, dass sie die Zinssätze in diesem Jahr nicht von ihrem rekordniedrigen Niveau anheben würde. Italienische Bonds führten die Rallye an, während die zehnjährige Rendite deutscher Bundesanleihen auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2016 fiel. Die folgende Grafik zeigt die Reaktion des Anleihemarktes auf die EZB-Beschlüsse vom 7. März 2019.

Renditen runter
Dovishe EZB treibt Renditen in ganz Europa südwärts

Quelle: Bloomberg

Angemessene Reaktion
ifo-Präsident Clemens Fuest sieht die Geldpolitik der EZB an ihre Grenzen gekommen. „Die Reaktion der EZB auf die Abschwächung der Konjunktur in der Eurozone ist angemessen, vor allem die Ankündigung ausgedehnter Refinanzierungsoperationen für die Banken und das weitere Hinausschieben möglicher Zinserhöhungen."

EZB-Arsenal ist fast leer 
Es zeige sich aber, dass die Geldpolitik ihr Pulver weitgehend verschossen habe, so Fuest weiter. Falls die Eurozone in eine Rezession schlittere, habe die EZB kaum noch Optionen, wirksam dagegenzuhalten.

Wo bleiben die Reformen?
"EZB-Präsident Mario Draghi hat die Mitgliedstaaten erneut zu Strukturreformen und einer wachstumsfreundlicheren Struktur der Staatsausgaben aufgefordert. Im Klartext: konsumtive Ausgaben senken, Investitionen steigern, keine Ausweitung der Staatsschulden in den bereits hoch verschuldeten Mitgliedstaaten. Die Politik sollte auf ihn hören", meint der ifo-Präsident. (kb)

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