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"I", wie Inflation ... und Illusion

Die steigenden Teuerungsraten sind derzeit eines der wichtigsten Markt-Themen. Bei Jupiter ist man jedoch der Meinung, dass es sich beim derzeitigen Anstieg um einen Sturm im Wasserglas handelt. Ihre Argumente wirken dabei durchaus stichhaltig – wir haben sie zusammengefasst.

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Hohe Schulden bremsen Wachstum und Inflationsdruck
Weltweit hat die Verschuldung eine schwindelerregende Höhe erreicht. Vor allem deshalb glauben wir, dass der Anstieg der Inflation eher vorübergehender als struktureller Natur ist. Allein in den vergangenen zwölf Monaten stiegen die weltweiten Schulden um 40 Billionen US-Dollar. Insgesamt hat die Welt nach Angaben des IWF einen Schuldenberg von 280 Billionen US-Dollar angehäuft.1 Das ist das 3,2-Fache des weltweiten BIP, das sich auf 87,5 Billionen US-Dollar beläuft. Erreicht das Verhältnis der Staatsverschuldung zum BIP erst einmal 50 bis 60 Prozent, belastet es in der Regel das Wachstum und dämpft damit letztlich auch den Inflationsdruck.

Beispiel US-Zinsen
Der Chart oben stellt am Beispiel des sinkenden neutralen Zinssatzes in den USA da, wo die Staatsverschuldung bei rund 130 Prozent des BIP liegt. In vielen Ländern der Eurozone sowie in Japan und China liegt die Verschuldung sogar noch höher als in den USA. Deshalb wird das US-Wirtschaftswachstum unserer Ansicht nach weiterhin über dem anderer bedeutender Wirtschaftsräume liegen.
© jupiter

"Derzeit vergeht kaum ein Tag ohne Schlagzeilen, die eine baldige Rückkehr der Inflation vorhersagen. Die Frage ist jedoch, ob die Daten lediglich statistische Ausschläge des Pendels widerspiegeln oder ob sich ein neuer Trend abzeichnet. Wir sind der festen Überzeugung, dass die Zinsen für längere Zeit auf einem niedrigen Niveau verharren werden. Mit der Wiedereröffnung der Wirtschaft der einzelnen Länder wird es zweifellos zu einem Wachstums- und Inflationsschub kommen. Gründe dafür werden jedoch hauptsächlich niedrige Basiseffekte und einige vorübergehende Angebotsengpässe sein", schreiben die beiden Jupiter-Manager Ariel Bezalel, Head of Strategy, Fixed Income und Harry Richards, Fondsmanager im Fixed Income-Team bei Jupiter

Bald nachlassender Druck
Der Druck durch diese Faktoren dürfte demnach spätestens nach ein bis zwei Quartalen nachlassen. "Kurzfristig wird der Inflationsdruck schwanken. Da wir ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Risiko und Rendite anstreben, richten wir unseren Blick jedoch auf längerfristige Trends. Die strukturelle Inflation wird überall durch ein Zusammenspiel von zu hoher Verschuldung, der „Zombifizierung“ des Unternehmenssektors, alternder Bevölkerungen und der durch Globalisierung, Technologie und Niedriglohnarbeit verursachten Umbrüche in Schach gehalten", so die Einschätzung des Duos.

In der Galerie oben haben wir die wichtigsten Argumente der beiden Manager zusammengefasst – einfach ins erste Bild klicken... (hw)

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