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HSBC warnt: "Erhebliches" Störpotenzial noch nicht eingepreist

Die Großbank warnt in ihren jüngsten Analysen vor allem vor den Auswirkungen des Handelskonfliktes zwischen den USA und dem Rest der Welt. Gerade die "überschaubaren" Reaktionen der Märkte stehen in krassem Gegensatz zu den potenziell "erheblichen Störungen", die ein Konflikt nach sich zieht.

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Bereit für einen Handelskrieg? Aber absolut, proklamiert US-Präsident Donald Trump(Anm.: 2. v. li.) seit Wochen.

Als Reaktion auf die Erhebung von Stahl- und Aluminiumzöllen durch die USA kündigte die EU am Freitag an, in Absprache mit den ebenfalls betroffenen Staaten Kanada und Mexiko im Rahmen der Regelungen der Welthandelsorganisation (WTO) gegen die aus ihrer Sicht illegale Zollerhebung zu klagen und Gegenzölle zu erheben. Obwohl es nach Ansicht von Handelsrechtsexperten als nahezu sicher gilt, dass die Zölle nicht mit den WTO-Regelungen gemäß Artikel XXI des GATT-Vertrages vereinbar sind, dürfte eine endgültige Entscheidung in dieser Sache – im Falle einer wahrscheinlichen Revision durch die USA – an den fehlenden Kapazitäten in den Revisionsabteilungen der WTO scheitern", schätzen die Analysten von HSBC. Die Besetzung dieser Vakanzen wird durch die US-Regierung systematisch blockiert, "so dass die Mechanismen des regelbasierten Welthandels erheblich gestört werden. Um die daraus resultierenden Gefahren für das globale Wirtschaftswachstum zu begrenzen, wird der politische Druck auf die USA in dieser Beziehung einzulenken im Rahmen des in dieser Woche stattfindenden G7-Gipfels von Seiten der anderen sechs Staaten massiv erhöht werden", so die HSBC-Einschätzung weiter

Unmittelbare Marktreaktion I
Bislang sind die Auswirkungen der US-Zollpolitik auf die Finanzmärkte laut HSBC-Einschätzung "noch überschaubar. So konnte sich der EUR zuletzt gegenüber dem US-Dollar wieder leicht stabilisieren. In einem globalen Handelskonflikt dürfte die Einheitswährung jedoch wieder stärker unter Druck geraten", so die Warnung.

Eurozone als unberechenbare Variable
Während nach der Vereidigung von Giuseppe Conte als neuen Ministerpräsidenten einer Regierungskoalition aus der Movimento Cinque Stelle sowie der Lega Nord zumindest in Italien eine Regierungskrise vorerst überwunden scheint, ist in Spanien die nächste Regierungskrise innerhalb des Euroraums ausgebrochen.

Nach einem konstruktiven Misstrauensvotum im Parlament wurde am Freitag der bisherige Regierungschef Mariano Rajoy von der konservativen PP durch den Sozialdemokraten Pedro Sanchez abgelöst. Da sich Letzterer dabei unter anderem auf die linkspopulistische Partei Podemos stützt, sehen Beobachter durch den Regierungswechsel die Gefahr einer Ausweitung des Budgetdefizits. "Wir gehen jedoch davon aus, dass Sanchez wie zuvor angekündigt an dem von seinem Vorgänger Rajoy aufgestellten Haushaltsplan für 2019 festhalten wird. Zudem sollten aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Parlament – Sanchez Partei PSOE und Podemos zusammen verfügen nur über 156 von insgesamt 350 Sitzen – radikalere Gesetzesinitiativen nur geringe Erfolgsaussichten besitzen. Gleichwohl dürfte die politische Unsicherheit in Spanien, nicht zuletzt durch die u. E. hohe Wahrscheinlichkeit baldiger Neuwahlen, weiterhin für starke Fluktuationen an den Anleihemärkten sorgen", soe die Einschätzung der britischen Bank.

Unmittelbare Marktreaktion II
Am Freitag setzte sich die Erholung italienischer Staatsanleihen fort, so dass die Renditen für 10-jährige BTPs um gut 15 BP und für kürzerlaufende Anleihen um bis zu 25 BP niedriger ausfielen. Gleichzeitig sanken auch die Renditen der zuletzt ebenfalls unter Druck geratenen spanischen Anleihen. (hw)

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