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HSBC Sustainable Financing and Investing Survey: ESG wird Mainstream

Die jüngst veröffentlichte HSBC Sustainable Financing and Investing Survey 2020 zeigt, dass sich nachhaltige Finanzierungen bei immer mehr Marktakteuren etablieren.

Daniel Klier, HSBC
Daniel Klier, HSBC
© HSBC

Der Trend zu Nachhaltigkeit ist nicht aufzuhalten. Trotz der enormen Herausforderungen inmitten der Covid-19-Pandemie messen Kapitalmarktteilnehmer nachhaltigen Finanzierungen jetzt größere Bedeutung bei als noch vor einem Jahr. Dies ist das Ergebnis der weltweiten Studie „Sustainable Financing and Investing Survey“ von HSBC, für die global 1000 Emittenten und Investoren befragt wurden. Das Resultat ist ein Indiz dafür, dass die Etablierung der ESG schneller voranschreitet als bisher vermutet. Darüber informiert HSBC.

ESG rückt immer mehr in den Fokus
Mehr als die Hälfte der befragten Anleger und sogar drei Viertel der Emittenten gaben an, dass die Pandemie ihr Engagement für Umwelt, Soziales und Governance (ESG) verstärkt habe oder zu der Überzeugung führte, dass sie dem Thema bisher zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt hätten. Von den insgesamt 2.000 Befragten schätzen mehr als 90 Prozent ESG als wichtig oder sehr wichtig ein.

Auf Emittentenseite stieg das globale ESG-Engagement leicht an: Verglichen mit dem vergangenen Jahr erhöhte sich der Anteil der Teilnehmer, die das Thema ESG als „sehr wichtig“ einstufen, um vier Prozent. Insgesamt halten 93 Prozent der weltweiten Emittenten umwelt- und sozialbezogene Finanzierungen für unverändert wichtig. In Europa wurde dieser Wert in der Zustimmung mit 95 Prozent sogar noch übertroffen. 

Druck von Außen zwingt Investoren in ESG-Investments
Aufgrund der Marktvolatilität im Jahr 2020 lag der Fokus der globalen Anleger stärker auf Risiko und Rendite. Dies schlägt sich auch in der Bewertung von ESG nieder. Stuften 2019 noch 94 Prozent aller Befragten ESG als wichtig ein, waren es in 2020 noch 86 Prozent aller Befragten, in Europa 79 Prozent. Gleichzeitig bleibt für europäische Anleger regulatorischer und gesellschaftlicher Druck die wichtigste Entscheidungsgrundlage bei der Investmentauswahl. Dies meldeten 62 Prozent der Umfrageteilnehmer in Europa zurück. 

In der weltweiten Sicht hingegen gewinnen investorenseitig bei der Investmentauswahl die Parameter Risiko / Rendite und externer Druck an Bedeutung. Weltweit nannten 49 Prozent  Risiko / Rendite als wichtigste Entscheidungsgrundlage, 43 Prozent Erwartungen der Gesellschaft und 41 Prozent Regulierungsbehörden.

"Nachhaltige Finanzierungen haben sich schneller als erwartet im Mainstream der Kapitalmärkte etabliert. Deshalb werden ESG-Deals zunehmend als ernstzunehmende Assetklasse bewertet und weniger als Ausdruck des Engagements für soziale und ökologische Fragen", sagt Daniel Klier, Global Head Sustainable Finance, HSBC. „Das ist eine positive Entwicklung, denn der langfristige Erfolg von ESG-Investments liegt in der Fähigkeit, mit den bereits etablierten Anlagemöglichkeiten in Bezug auf Risiko und Rendite zu konkurrieren." (aa)

 

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