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HSBC: Rezessionsampel steht auf ...

... gelb. So könnte man zumindest die jüngste Marktanalyse von HSBC deuten. Zwar seien die Zeiten synchronen Wachstums vorbei, dennoch ist es aus Sicht der Bank für eine Rezessionen noch zu früh – das hat entsprechende Konsequenzen für die Portfolio-Struktur.

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Trotz fehlender Unterstützung von der Zinsseite sind die meisten Aktienmärkte laut HSBC durch solide Gewinne und eine moderate Bewertung gut untermauert. Eine größere Korrektur böte daher eine Zukaufgelegenheit.

Gleichzeitig sollte eine Erholung in Richtung der bisherigen Jahreshöchstkurse aber auch für einen Abbau genutzt werden. Generell ist die Zeit großer Risikoübernahme vorbei. "Mehr als eine neutrale Aktiengewichtung ist im aktuellen  fundamentalen Umfeld nicht gerechtfertigt", so der HSBC-Expert Heger abschließend.
© hsbc

Wo steht die Rezessionsampel? Immer noch auf grün? Oder gar schon auf rot? Genau dieser Frage nimmt sich Christian Heger, Chefanlagestratege von HSBC Global Asset Management Deutschland, in seinem aktuellen Marktkommentar an. Laut seiner Ansicht steht diese Ampel aber weder in die eine, noch die andere Richtung sondern vielmehr auf gelb.

Abkoppelungseffekte
"Die Zeiten des synchronen Wachstums sind passé", führt Heger, Chefanlagestratege von aus. Während in den USA der Aufschwung mit hoher Dynamik läuft, haben sich die Perspektiven in der Eurozone und einigen Emerging Markets spürbar eingetrübt. "Allzu großer Konjunkturpessimismus ist aber nicht angebracht", meint der HSBC-Mann. Immerhin erholten sich die Stimmungsindikatoren in der Eurozone im Juni nach der Talfahrt seit Jahresbeginn wieder. Kein Wunder, der schwächere Euro liefert den Exporten neuen Rückenwind. Zudem sollte der Druck des Ölpreisanstiegs sinken. So haben Russland und Saudi-Arabien auf der letzten OPEC-Sitzung ein höheres Fördervolumen vereinbart. Zusammen mit dem rekordhohen Angebot aus den USA ist selbst bei reduzierter Förderung des Irans ein Anstieg über 80 Dollar je Barrel wenig wahrscheinlich. Auch manche Sorgen um die Emerging Markets scheinen überzogen.

Für Rezession zu früh
Zwar belasten höhere US-Zinsen und ein fester Dollar die Kapitalzuflüsse. Zahlreiche Staaten sind darauf jedoch weniger als früher angewiesen. "Von den berühmten Fragile Five aus 2013 sind mit der Türkei und Südafrika aber nur noch zwei übrig", beruhigt Heger. Brasilien, Indien und Indonesien sind mit niedrigeren Leistungs- und Haushaltsdefiziten deutlich weniger krisenanfällig. Gleichzeitig scheint China wieder seine Stop-and-Go-Politik anzuwenden. Die zweite Senkung des Mindestreservesatzes innerhalb weniger Wochen zeigt zusammen mit dem Abschwächen des Renminbi, dass die chinesische Notenbank auf Expansion umgeschaltet hat. "Für eine Rezession der Weltwirtschaft ist es daher noch zu früh", so Heger.

"Schließlich sind auch die  Bremsmanöver der internationalen Notenbanken moderat", so Heger. Aktuell belastet der sich verschärfende Handelskonflikt zwischen USA und China die Aktienmärkte. Falls sich aber die Stimmung in der USA verschlechtern und die Wall Street in eine Korrektur zwingen sollte, dürfte die amerikanische Politik ins Nachdenken kommen. Mit niedrigen Aktienkursen und möglichen Sorgen um Arbeitsplätze lassen sich bei den  Zwischenwahlen im November deutlich schwerer Stimmen gewinnen.

Die Strategie
"Nachdem die Zeit großer Risikoübernahme vorbei zu sein scheint, sollten sich Anleger" laut Heger "auf eine antizyklische Strategie einstellen." Welche Strategie und Portfolio-Gewichtung sich aus laut HSBC aus diesen Rahmenbedingungen heraus ergeben könnte, haben wir in der oben angeführten, kurzen Bildgalerie angeführt. Also entweder einfach hier, oder ins Bild oben klicken.(hw)

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