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HQ Trust zur US-Wahl: Wen Institutionelle wählen sollten

Der Wahlkampf von Donald Trump und Joe Biden geht in den Endspurt. Natürlich gibt es viele Gründe, die für den einen oder den anderen Kandidaten sprechen. Aber wie sollte sich ein Wähler entscheiden, der nur den Kapitalmarkt im Blick hat?

Sven Lehmann von HQ Trust
Sven Lehmann, HQ Trust
© HQ Trust

Ist ein demokratischer oder ein republikanischer Präsident besser für Wirtschaft und Aktien? Sven Lehmann von HQ Trust hat nachgerechnet: Der Fondsmanager des HQT Global Quality Dividend blickt in seiner Analyse auf die vergangenen knapp 150 Jahre zurück. In seine Berechnungen flossen immer die kompletten Kalenderjahre ein. „Wer nur den Aktienertrag im Auge hat, kommt schnell zu einem Ergebnis: Ein Blick auf die vergangenen knapp 150 Jahre zeigt, dass unter demokratischen Präsidenten die Börse im Schnitt besser lief, erklärt Lehmann. In den 64 Jahren Präsidentschaft der Demokraten erwirtschaftete der S&P 500 einen Ertrag von 10,9 Prozent p.a.. Dagegen ist der Ertrag des Aktienindex in den gut 85 Jahren republikanischer Präsidentschaft ‚nur‘ um 8,3 Prozent p.a. gestiegen.

Analyse der kurstreibenden Faktoren
Allerdings würden es sich Investoren mit dieser Betrachtung sehr einfach machen. Der Ertrag setzt sich schließlich aus unterschiedlichen Komponenten zusammen: Wie sieht es mit der reinen Kursentwicklung aus? Wie haben sie die Gewinne der Unternehmen entwickelt? Und wie stark schlägt die Inflation zu Buche?

Der tiefere Blick auf die Zahlen seit dem Jahr 1871 zeigt Lehmann zufolge, dass der Vorsprung des demokratischen Präsidenten von 2,6 Prozentpunkten p.a. bei der reinen Kursentwicklung ungefähr erhalten bleibt. Bei den Gewinnen schmilzt der Vorsprung etwas auf 2,1 Prozentpunkte p.a..

Berücksichtigt man allerdings die Inflation, die aus Konsumentensicht sehr wichtig ist, verändern sich die Ergebnisse deutlich. Dann sind die Zeiträume mit einem republikanischen Präsidenten in allen drei Kategorien (Ertrag, Kurs und Gewinne) besser als bei einem Demokraten.

Sven Lehmann kommt zu folgendem Schluss: „Der Unterschied ist so minimal, dass man nach dieser inflationsbereinigten Betrachtung zu dem Schluss kommen müsste, dass es dem Aktienmarkt egal ist, von welcher Partei der Präsident ist.“

Aus Anlegersicht sei dieses Zwischenergebnis auch schlüssig, da auf den Aktienmarkt viele Faktoren Einfluss haben. „Zudem wirken die meisten Entscheidungen eines Präsidenten selten unmittelbar auf den Aktienmarkt und bis man die Auswirkungen von manchen politischen Entscheidungen in wirtschaftlichen Kennzahlen sieht, vergehen Monate oder auch Jahre", erklärt Lehmann abschließend. (aa)

 

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