Logo von Institutional Money
| Märkte

Homeoffice zum Trotz: Frankfurter Büromietmarkt legt massiv zu!

Der Frankfurter Büromietmarkt konnte den Flächenumsatz 2025 im Jahresvergleich um 53 Prozent auf 565.200 Quadratmeter steigern und erzielte damit das beste Jahr seit Ausbruch der Corona-Pandemie.

© peterschreiber.media / stock.adobe.com

Gute Nachrichten für institutionelle Immobilieninvestoren: Frankfurt hat unter den wichtigsten deutschen Bürovermietungs-Metropolen im Jahr 2025 die meiste Fahrt aufgenommen und im Vergleich zum Vorjahr einen Anstieg von rund 53 Prozent verzeichnet. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten Studie des Maklers JLL hervor. Die Siegeszug des Homeoffice hinterlässt offenbar weniger Spuren als befürchtet, merkt Bloomberg in einer Kurzzusammenfassung an.

Laut Studie kletterte der Flächenumsatz in Frankfurt auf rund 565.200 Quadratmeter. Anmietungen in dieser Größenordnung hatte es zuletzt 2019 gegeben. Es war damit für Frankfurt das mit Abstand beste Jahr seit dem Beginn der Corona-Pandemie.

Angetrieben wurde der Markt vor allem von Großanmietungen durch Banken
So hatte beispielsweise die Commerzbank im Februar erklärt, dass sie mehr als 73.000 Quadratmeter im Central Business Tower, den die Helaba gerade baut, übernehmen wird. Und ING Deutschland kündigte an, dass sie 2028 mit ihrem Hauptsitz ins Hafenpark Quartier im Frankfurter Ostend ziehen will. Ein Mietvertrag über rund 32.000 Quadratmeter sei hier abgeschlossen worden.

Die Befürchtungen mancher Beobachter, der Siegeszug des Homeoffice während der Pandemie werde den Frankfurter Büromarkt dauerhaft einbrechen lassen, haben sich offenbar nicht bewahrheitet.

“Das Homeoffice hat den Markt verändert, aber der Nachfragerückgang bei Büros in Frankfurt ist nicht so scharf gekommen, wie teilweise zunächst angenommen”, hatte Suat Kurt, Niederlassungsleiter von JLL in Frankfurt, erst vor kurzem gegenüber Bloomberg News erklärt. Das gelte besonders für das Spitzensegment des Büromarktes.

Laut Suat Kurt wollen Unternehmen, darunter auch Banken, dass ihre Mitarbeiter wieder öfter ins Büro kommen. Deshalb schauen sie sich “nach modernen Büroflächen in sehr guten Lagen um. Das ist besonders nachgefragt, weil das die Mitarbeiter zurück ins Büro lockt”, erklärte er. In den sehr gefragten Lagen zwischen Opernplatz, Goetheplatz, Roßmarkt und der Neuen Mainzer Straße sei das Angebot an modernen Büroflächen derzeit sehr eng.

München verzeichnete im vergangenen Jahr indes einen Umsatzrückgang von knapp fünf Prozent auf 589.300 Quadratmeter, konnte aber die Spitzenposition beim Flächenumsatz insgesamt knapp behaupten. Immerhin erzielte die bayerische Landeshauptstadt im vierten Quartal ihr bestes Quartalsergebnis des Jahres. (aa)

Flächenumsatz bei der Vermietung in Frankfurt im Zeitvergleich

Dieses Seite teilen