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Höhere Inflations- und Zinserhöhungsängste: Märkte geraten unter Druck

Die Risiken höherer Preissteigerungsraten und Zinserhöhungsschritte werden seit Bekanntwerden nach der EZB-Sitzung von Donnerstag vom Markt umgehend eingepreist. Leidtragende sind u.a. italienische Anleihen.

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© taa22 / stock.adobe.com

Angeführt von italienischen Anleihen gaben Schuldtitel aus der Eurozone nach der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank am Donnerstag auf ganzer Front nach. Händler preisen eine aggressivere Haltung der EZB gegen die steigende Inflation ein, berichtet Bloomberg News am Donnerstag-Nachmittag.

Spreads gehen auseinander
Die Rendite zehnjähriger italienischer Staatsanleihen stieg um mehr als 20 Basispunkte auf den höchsten Stand seit 2018, nachdem die EZB mitgeteilt hatte, dass sie die Zinssätze im Juli um einen Viertelpunkt anheben wolle und eine größere Anhebung im September in Aussicht stellte. Der Aufschlag italienischer gegenüber den deutschen Renditen, der als Gradmesser für das Schuldenrisiko in Europa gilt, stieg auf den höchsten Stand seit den ersten Monaten der Pandemie.

Ausschlaggebend waren die höheren Erwartungen der Geldmärkte, die zum ersten Mal mit einer Zinserhöhung der EZB um 150 Basispunkte bis Jahresende rechnen. Das würde zwei Erhöhungen um einen halben und zwei um einen Viertelpunkt in den nächsten vier Sitzungen implizieren, wie nachfolgende Grafik veranschaulicht:

Wahrscheinlichkeit höherer Zinsschritte hat seit der jüngsten EZB-Sitzung zugenommen

Höhere Zinsen schmerzen auf lange Sicht
Der Ausverkauf erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Markteingriffs der EZB, die sich nach den Worten ihrer Präsidentin Christine Lagarde verpflichtet sieht, dem Risiko einer so genannten Fragmentierung in der Region zu begegnen. Höhere Zinssätze sind zwar notwendig, um die Rekordinflation zu bremsen, doch dürften sie die am stärksten verschuldeten Länder stärker treffen.

Italienische Bonds: Fallende Kurse, steigende Renditen
“Italienische Anleihen werden noch mehr verkauft werden müssen, um die EZB dazu zu bringen, etwas zu unternehmen”, sagte Rishi Mishra, Analyst bei Futures First.

Der jüngste Anstieg der Renditen hat den Aufschlag italienischer Anleihen gegenüber ihren deutschen Pendants näher an die Schwelle von 250 Basispunkten geführt, die die EZB im März 2020 dazu brachte, ein 1,7 Billionen Euro schweres Not-Ankaufprogramm aufzulegen.

Medien berichteten erstmals im April, dass die EZB an einem neuen Instrument zur Bekämpfung der Fragmentierung arbeitet, da sie im Rahmen ihres Pandemie-Ankaufsprogramms für Anleihen bisher nur Reinvestitionen aus fälligen Schulden vorgesehen hat. (aa)

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