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Helaba: Aktien sind zu teuer, Korrektur für Einstieg abwarten

Nach Ansicht der Helaba sind Aktien mittlerweile zu hoch bewertet - auch im Vergleich zu den ebenfalls teuren Anleihen. Investoren sollten daher auf günstigere Kurse warten.

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© cacaroot / stock.adobe.com

Aktien waren während des Corona-Crashes zum Teil sehr günstig zu haben. Die Zeit für Schnäppchenjäger währte laut Markus Reinwand, Analyst bei der Helaba, aber nur kurz. Inzwischen sind US-Aktien auf Basis der wichtigsten Kennziffern über das langfristige Normalband geschossen und schon wieder teuer. Deutsche Blue-Chips notieren leicht oberhalb des fairen Bereichs. Selbst gegenüber Staatsanleihen weisen Aktien inzwischen nur noch eine unterdurchschnittliche Risikoprämie auf, erklärt Reinwand und verweist auf nachfolgende Grafik:

Viel Positives ist bereits eingepreist
Anleger seien laut dem Helaba-Mann also in Vorleistung gegangen, jetzt müssten die Fundamentaldaten nachziehen. "Viele konjunkturelle Frühindikatoren sind zuletzt deutlich gestiegen und scheinen das optimistische Szenario der Aktienbullen zu untermauern. Zumeist handelt es sich bei diesen Indikatoren um Umfragewerte, die zwar die Breite einer Bewegung (wie viele Teilnehmer gehen davon aus?), nicht aber das Ausmaß (wie stark ist die erwartete Veränderung?) abbilden", erklärt Reinwand.

Bei normalen zyklischen Schwankungen sei zwar eine enge Korrelation zwischen diesen Größen vorhanden. In Krisenphasen sei der Anstieg solcher konjunktureller Stimmungsindikatoren aber nicht ohne Weiteres in entsprechend hohe Wachstumsraten und damit auch Unternehmensgewinnsteigerungen zu übersetzen, meint Reinwand.

Daher könnte sich der in den aktuellen Notierungen eingepreiste Anstieg der Nettoergebnisse
für die kommenden Quartale als zu optimistisch erweisen. Neben der hohen Bewertung stellt auch der Vergleich mit früheren Erholungen nach ähnlich kräftigen und kurzen Kurseinbrüchen vorerst wenig Aufwärtspotenzial für Aktien in Aussicht.

Schwächephase abwarten
"Vielmehr überwiegen auf Sicht der kommenden Monate die Kursrisiken. Angesichts des derzeit nicht sonderlich attraktiven Chance-Risiko-Verhältnisses sollten für den Kauf mögliche Schwächephasen abgewartet werden", empfiehlt Reinwand. (aa)

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