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Hedging-Probleme der Banken bringen Negativzins-Rückkopplungsschleife

Ein Rückgang der Anleiherenditen tief in den negativen Bereich in Europa bereitet den Banken Kopfzerbrechen. Bescheidene Marktrenditen führen dazu, dass mehr Mittel bei Banken geparkt werden.

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© Elnur / Fotolia

Denen werden jedoch für das Halten von Bargeld negative Zinssätze berechnet, die sie gleichwohl nicht an ihre Kunden weitergeben möchten. Die Notwendigkeit, diese Kosten abzusichern, kann die Nachfrage nach Zinsswaps beflügeln und eine Rückkopplungsschleife auslösen, die zu noch niedrigeren Anleiherenditen führt.

Geforderte Risikomanager
“Es könnten weitaus größer Flows ausgelöst werden, wenn die Banken entscheiden, dass die richtige Reaktion auf eine tief-negative Zinspolitik darin besteht, die strukturellen Absicherungen zu erhöhen”, sagten Imogen Bachra und Giles Gale, Strategen bei NatWest Markets, in einer Notiz, aus der Bloomberg zitiert. Die Risikomanager der Banken müssen dies “im Detail diskutieren”, da tiefere negative Zinssätze wahrscheinlich werden.

Ein solches Aktiva-Passiva-Management ist überall zu beobachten, nachdem die Renditen gesunken sind. Dies wird in der Regel von Pensionsfonds und Versicherungsunternehmen angetrieben. In Europa sind es jedoch die Banken, die aktiv werden, und ihre Bewegungen bei den Swaps könnten nach Ansicht von einigen der größten Kreditinstitute der Region wiederum die Kursgewinne am Bondmarkt angeheizt haben.

Banken suchen Hedges vor weiteren Einlagenzinsabsenkungen
BNP Paribas beobachtet eine deutliche Zunahme der Banken, die versuchen, vor den für den nächsten Monat erwarteten geldpolitischen Stimuli der EZB ihre Einlagen abzusichern. BNP schätzt, dass jede 10-Basispunkte-Senkung des Einlagensatzes von derzeit -0,4 Prozent die Banken etwa 1,7 Milliarden Euro kosten wird, was bedeutet, dass die Nachfrage nach Schutz zunehmen wird.

Der Zustrom auf den Swap-Markt hat eine Delle hinterlassen
Bis Mittwoch sind die 30-jährigen europäischen Swapsätze im August um 38 Basispunkte gesunken und damit stärker als die Renditen von Bundesanleihen gleicher Laufzeit, die um 27 Basispunkte gefallen sind. Zwar haben beide in diesem Monat Rekordtiefstände erreicht, jedoch verzeichnete der Spread zwischen beiden den größten monatlichen Rückgang seit 2016.

Swap-Markt-Rallye war stärker als jene am Kassamarkt
“Der Swap-Markt hat eine stärkere Rallye hingelegt als 30-jährige Bundesanleihen, was darauf hindeutet, dass die Rally zumindest teilweise Swap-getrieben war”, sagte Marco Meijer, leitender Stratege für Festverzinsliche bei BNP Paribas, gegenüber Bloomberg. Banken gehen in der Regel Kontrakte ein, um Swaps zu erhalten - das heißt, feste Zinsen einzusammeln und variable zu zahlen -, wodurch sie ihr Einkommen steigern können, ohne viel Geld auszugeben, was sie tun müssten, wenn sie am Kassamarkt Anleihen gekauft hätten.

Europäische Geldmärkte preisen weiteren Zinsrückgang um 35 Basispunkte ein
Die Rückkopplungsschleife zum Anleihemarkt könnte noch eine Weile bestehen, da die europäischen Geldmärkte im kommenden Jahr weitere Senkungen des EZB-Einlagensatzes von 35 Basispunkten einpreisen.

Quelle: Bloomberg

(kb)

 

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