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Hedging oder Zock? Investor wettet mit Hebel 340 auf Bund-Future

Falls diese Wette auf den Bundfuture aufgehen sollte, hätte ein unbekannter Großanleger wohl alles richtig gemacht. Der Einsatz ist zwar relativ niedrig, der potenzielle Gewinn aber durchaus nennenswert: 100 Millionen Euro.

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Die Aussicht auf einen vollständigen Zusammenbruch des Euroraums mag winzig sein, doch ein ungenannter Anleiheinvestor geht kein Risiko ein. Der Marktteilnehmer hat fast 300.000 Euro auf eine Wette gesetzt, die mindestens 100 Millionen Euro auszahlen wird, wenn die Renditen zehnjähriger Bundesanleihen in zwei Monaten auf minus 2,30 Prozent abrutschen. Über diese interessante Wette berichtet "Bloomberg News".

Hedging oder Spekulation?
Während es unwahrscheinlich ist, dass jemand im Markt das Szenario für realistisch hält, kann es eine Absicherung für andere Positionen darstellen. Es stellt beispielsweise eine günstige Möglichkeit dar, den Wert eines Portfolios abzusichern, das den Risiken im Euroraum ausgesetzt ist - insbesondere wenn Italien aus dem Euro aussteigt.

Die "Call"-Option wurde am Mittwoch im Rahmen des September-Bund-Futures-Kontrakts eingegangen und wird enorme Zuflüsse in sichere Häfen erfordern, die höchstwahrscheinlich darauf zurückzuführen wären, dass Italien den Euro unter einer populistischen Regierung aufgibt und einen nahezu katastrophalen Zusammenbruch der Gemeinschaftswährung auslöst.

Deutsche Bundesanleihen gehören zu den sichersten Vermögenswerten und legen in Zeiten erhöhter politischer Risiken in der Regel eine Rally hin. Die zehnjährigen Renditen fielen während des Höhepunkts des quantitativen Lockerungsprogramms der Europäischen Zentralbank 2016 - wenn auch nur kurz - unter null Prozent und sind nie unter minus 0,21 Prozent gesunken. Der Einlagensatz der EZB liegt derzeit bei minus 0,40 Prozent.

Italiens Fünf-Sterne-Bewegung und Lega, die Vorbereitungen für eine Regierungsbildung treffen, haben beide offen mit der Idee geliebäugelt, aus dem Euro auszuscheren, der seit 1999 Zahlungsmittel in dem Land ist. Italienische zehnjährige Anleiherenditen erreichten zuvor in dieser Woche den höchsten Stand seit vier Jahren angesichts des sogenannten "Redenominierungsrisikos". (aa)

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