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Hedgefondsmanager sagte schon vor Jahren, dass Ölpreis auf null fällt

Die Brent-Rohöl-Futures sind auf weniger als 20 Dollar pro Barrel gefallen, den niedrigsten Stand seit 2002. Einen Tag zuvor waren die West Texas Intermediate-(WTI)-Futures zum ersten Mal in der Geschichte unter 0 Dollar gesunken. Das ruft Diego Parrilla wieder auf den Plan.

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Diego Parrilla sieht sich bestätigt.
© Quadriga Asset Managers

Die negativen Auswirkungen des Coronavirus auf die Weltwirtschaft, insbesondere den Flugverkehr, haben die Nachfrage verringert und zu Engpässen bei der Speicherkapazität für Öl geführt. Bereits 2014 schrieb Diego Parrilla - der Ingenieur und Volkswirt ist Portfolio Manager Macro Commodities bei Quadriga Asset Managers in Madrid und Autor der Buches "The Energy World is Flat: Opportunities from the End of Peak Oil" -, dass das letzte Barrel Erdöl nicht Millionen, sondern null wert sein werde. 

Preisverfall des WTI Crude Oil Futue May20 in den letzten drei Tagen
Am Montag, dem 20. April 2020 rutsche der Mai-Kontrakt weit ab und fand sich unterhalb der Nulllinie wieder (siehe Grafik). Intraday erreichte Öl der Marke WTI zeitweise das Rekordtief von minus 41 US-Dollar (!) je Barrel. Im Laufe des Dienstag wird der aktive Kontrakt zum Kontrakt für Juni, der von 21,40 US-Dollar je Barrel auf in der Spitze 12 US-Dollar je Barrel fiel und derzeit (21.4.2020: 17 Uhr 45) bei knapp über 14 US-Dollar gehandelt wird.

Quelle: Bloomberg

Gegner der Peak-Oil-These
Während also der Ölpreis für den auslaufenden Mai-Futures-Kontrakt der nordamerikanischen Sorte WTI am Montag in den negativen Bereich abgleitete (siehe Chart oben), twitterte Parrilla und erinnerte an seine 2014 geäußerten Thesen. Zusammen mit Daniel Lacalle hat er das genannte Buch geschrieben, in dem er der allgemein anerkannten Peak-Oil-These widersprach.

Öl-Angebot höher als Nachfrage
Nun warnte er hier davor, dass der Ölpreis erst dann wieder vor einer Erholung stehen werde,  wenn die Nachfrage das Angebot übersteige. Sobald die Läger voll seien, sei Rohöl wertlos. Negative Preise würden die Produzenten zwingen, das Öl im Boden zu belassen, doch das lasse sich nicht von heute auf morgen bewerkstelligen, und zwar aus technischen wie auch finanziellen Gründen. Viele Firmen seien hoch verschuldet und auf den Cashflow angewiesen. Solange die Nachfrage das Angebot nicht übersteige, gebe es einen negativen Carry. 

Warnung vor Öl-ETFs
Abschließend meinte Parrilla in seinem Tweet, dass das Engagement in Öl-ETFs sehr gefährlich sei, da ein permanenter Kapitalverlust drohe. (kb)

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