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Hedgefondslegende bezeichnet Private Equity als Schwindel

Leon Cooperman, Chairman und CEO von Omega Advisors, geht mit der Private Equity-Branche hart ins Gericht. Die Firmen würden fette Gebühren dafür kassieren, dass sie auf Cashbergen säßen. Außerdem würden die niedrigen Zinsen die Renditen von Private Equity stützen.

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Leon Cooperman
© Bloomberg / Bloomberg News

Der Gründer des Omega Advisors Hedgefonds sagte dies anlässlich des New York Alternative Investment Roundtable beim New York's Penn Club letzten Mittwoch, wie Forbes berichtet. Cooperman fügte hinzu, dass die niedrigen Zinsen der Hauptgrund dafür seien, dass Leveraged Buyouts in der Lage wären, hohe Gebühren in einem fair bewerteten Markt in Rechnung zu stellen. Des Weiteren merkte der Altmeister an, dass es für die Private Equity-Industrie wesentlich härter werde, da die Konkurrenz zunehme und steigende Zinsen die Finanzierung neuer Deals schwieriger gestalten würden. 

Von Goldman Sachs zur eigenen Firma
Cooperman verbrachte die ersten 25 Jahre seiner Karriere bei Goldman Sachs und wurde dort nach neun Jahren General Partner. 1991 startete er dann mit Omega Advisors noch einmal frisch durch. Einer von Omegas Fonds, Omega Overseas Partners, konnte laut dem Wall Street Jurnal seit Januar 1992 eine annualisierte Rendite von 12,6 Prozent für sich reklamieren. Das waren drei Prozent mehr pro Jahr als der S&P 500 rentierte. 

Nunmehr als Family Office unterwegs
Nach einem Verfahren vor der SEC - Cooperman war Insider Trading vorgeworfen worden, er gab aber nicht klein bei, gestand nichts und blieb im Geschäft, obwohl Omega eine Strafe zahlen musste - verlor er viele Investoren, sodass er sich 2018 entschloss den Hedgefonds in ein Family Office überzuführen. Er meinte, er möchte den Rest seines Lebens nicht damit verbringen, für andere Leute den S&P 500 schlagen zu wollen.   

Was Cooperman von Negativzinsen und passiven Anlagen hält
Diese seien das dümmste, was er jemals in seinem langen Leben gesehen habe, sie machten keinen Sinn, sagte der 76-jährige Milliardär. Auf die Frage, ob es besser sei, in Hedgefonds oder passiv anzulegen, sagte er, wenn ihm jemand 2008 gesagt hätte, dass es besser gewesen sei, passiv statt in Hedgefonds anzulegen, hätte er denjenigen für verrückt gehalten. Aber in den letzten zehn Jahren hätten Indexfonds Hedgefonds deutlich geschlagen. Indexfonds hätten deutlich mehr Liquidität und geringere Kosten als Hedgefonds, und falls Hedgefonds nicht zeigen könnten, dass sie wertschaffende Opportunitäten wahrnehmen könnten, würde ihr Geschäft wohl schrumpfen. 

Über die Rolle von Indexfonds
Ob Indexfonds sich in einer Blase befänden? Cooperman zufolge sind ETF & Co. heut viel weniger als stabilisierendes Element am Kapitalmarkt anzusehen als am Anfang ihres Aufschwungs. Was Cooperman heute Angst bereitet, ist die Marktstruktur, die es in dieser Form früher eben nicht gab. Es gebe heute keine stabilisierenden Elemente mehr wie in der Vergangenheit. Er verwies auf die Volker-Regel, die es Banken verbietet, kurzfristiges Prop-Trading von Wertpapieren und Derivaten zu tätigen. Anstelle von Specialists oder Banken, die ihre Bids in einen schwachen Markt stellten, gebe es heute niemanden mehr, der dagegen halte. 

Zur Marktbewertung
Cooperman zufolge ist der US-Aktienmarkt aktuell in etwa fair bewertet, es sei aber kein guter Platz für Value-Investoren. Er glaube an jede Aktie, die richtig gepreist sei, nicht aber an die richtige Aktie zu jedem Preis. In einer Blase befinde sich der US-Aktienmarkt aber nicht, denn es gebe wenig Anzeichen von Euphorie. Die Blase sei vielmehr bei Anleihen zu finden, so der Altmeister. (kb)

 

 

 

 

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