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Hedgefondsbranche steigert Assets auf mehr als vier Billionen Dollar

Angesichts steigender kurzfristiger Zinsen und einer abflachenden Renditekurve konnten Hedgefonds im Oktober zulegen und die weltweiten Aktienmärkte ihre Verluste aus dem Vormonat aufholen, sagt Hedge Fund Research Inc. (HFR). Die HFR-Indizes sind im Übrigen bei der ESMA registriert.

Kenneth J. Heinz, der Präsident von HFR
Kenneth J. Heinz, der Präsident von HFR
© HFR

Laut den kürzlich veröffentlichten Daten von HFR, dem Weltmarktführer für Indexierung, Analyse und Research der globalen Hedgefondsbranche, stiegen der investierbare HFRI 500 Fund Weighted Composite Index und der HFRI Fund Weighted Composite Index (FWC) im Oktober um jeweils 1,7 Pozent beziehungsweise 1,6 Prozent.

Meilenstein übertroffen
Mit den Gewinnen im Oktober verzeichnete das Gesamtkapital der globalen Hedgefonds-Branche einen Anstieg auf geschätzte 4,04 Billionen US-Dollar und übertraf damit in puncto Wachstum und Expansion einen historischen Meilenstein.

Dispersion der Performance etwas zurückgegangen
Die Performancestreuung der zugrunde liegenden Indexkomponenten verringerte sich im Oktober geringfügig: Das oberste Zehntel des HFRI verzeichnete im Monatsverlauf einen Anstieg um durchschnittlich 8,0 Prozent, das unterste Zehntel hingegen einen Verlust von durchschnittlich 4,8 Prozent. Die Differenz zwischen bester und schlechtester Wertentwicklung belief sich folglich auf 12,8 Prozent (gegenüber 13,3 Prozent im September). Auf Zwölfmonatsbasis per Oktober 2021 schoss das oberste Zehntel des HFRI um 85,1 Prozent nach oben, das unterste Zehntel gab indes um durchschnittlich 7,0 Prozent nach.

Long/Short-Equity im Oktober voran
Equity-Hedge-Fonds, die in vielen speziellen Teilstrategien Long- und Short-Investitionen tätigen, führten im Oktober die Performance der wichtigsten Strategien an, da Aktienmärkte weltweit starke Gewinne verzeichneten und die Verluste aus dem Vormonat aufholten. Der investierbare HFRI 500 Equity Hedge Index stieg im Monatsverlauf um 2,2 Prozent und steigerte damit seine Rendite seit Jahresbeginn auf 11,9 Prozent, während der HFRI Equity Hedge (Total) Index dank starker Beiträge der Strategien Quantitative Directional, Technology, Energy und Fundamental Growth um 2,1 Prozent zulegte. Der HFRI EH: Quantitative Directional Index konnte im Oktober mit einem sprunghaften Anstieg von 9,2 Prozent seine Verluste aus dem Vormonat ausgleichen. Indes legte der HFRI EH: Fundamental Growth Index um 2,2 Prozent zu.

Event-Driven ebenfalls gut unterwegs dank Aktivisten und Spezialsituationen
Dank des Engagements in Activist- und Special-Situations-Indizes verzeichneten Event-Driven-Strategien (ED), die sich oft auf weniger attraktive Aktienpositionen mit niedriger Bewertung konzentrieren und auf M&A-Situationen spekulieren, im Oktober ebenfalls hohe Gewinne. Im Monatsverlauf stiegen der investierbare HFRI 500 Event-Driven Index um 1,9 Prozent und der HFRI Event-Driven (Total) Index um 1,3 Prozent. An der Spitze der Gewinne der ED-Teilstrategie stand der HFRI ED: Activist Index mit einem Zuwachs von 3,3 Prozent. Der HFRI ED: Special Situations Index leistete hingegen einen Beitrag von 2,5 Prozent.

Global Macro
Nicht korrelierte Makro-Strategien konnten im Oktober aufgrund des Anstiegs der kurzfristigen Zinsen – bei gleichzeitig sinkenden langfristigen Zinsen – ebenfalls Gewinne erzielen, wobei die jüngsten Zugewinne noch von den Energiepreisen gestützt wurden. Der investierbare HFRI 500 Macro Index rentierte mit 1,4 Prozent, während der HFRI Macro (Total) Index um 1,3 Prozent zulegte. Die beste Performance der Macro-Teilstrategie erzielten quantitative CTA-Trendfolge-Strategien: Der HFRI Macro: Systematic Diversified Index und der HFRI Macro: Active Trading Index legten um jeweils 2,5 Prozent respektive 1,6 Prozent zu.

Relative Value
Festverzinsliche und zinssensitive Strategien konnten im Monatsverlauf Gewinne erzielen. Gründe hierfür waren nicht nur die abflachende Zinsstrukturkurve, sondern auch die Positionierung der Investoren für die anstehende Reduzierung der Anleihenkäufe durch die US-Notenbank. Der investierbare HFRI 500 Relative Value Index rentierte im Berichtsmonat ebenfalls mit 0,8 Prozent, der HFRI Relative Value (Total) Index hingegen mit 0,7 Prozent. Die Performance der Teilstrategie wurde vom HFRI RV: Yield Alternative Index angeführt, der mit starken 4,05 Prozent rentierte. Der investierbare HFRI 500 RV: Convertible Arbitrage Index erzielte hingegen eine Rendite von 2,5 Prozent.

Risikoprämien-Strategien
Diese entwickelten sich im Oktober erneut uneinheitlich, denn Gewinne bei Multi-Asset-Positionen wurden durch Zinsverluste ausgeglichen. Der HFR BSRP-Multi-Asset Index stieg im Monatsverlauf um 2,32 Prozent, der HFR BSRP Rates Index gab um 6,1 Prozent nach. Dank des mit 2,2 Prozent rentierenden HFRX Equity Hedge Index legte der HFRX Global Hedge Fund Index im Oktober 0,9 Prozent zu. Der HFR Cryptocurrency Index verzeichnete im Monatsverlauf einen starken Anstieg von 21,7 Prozent.

Diversity
Der HFRI Diversity Index legte im Oktober 1,1 Prozent zu, der HFRI Women Index erzielte einen geringfügigen Zuwachs von 0,14 Prozent.

Résumé
„Die Hedgefondsindustrie hat im Oktober einen historischen Meilenstein übertroffen: Durch performancebasierte Gewinne in allen Strategien konnte das Gesamtkapital der Branche erstmals auf über 4 Billionen US-Dollar gesteigert werden. Diese Wegmarke stellt eine abrupte Kehrwende dar, denn noch im April 2020 – zu Beginn der weltweiten Pandemie – war das Branchenkapital auf unter 3 Billionen US-Dollar gesunken. Zurückzuführen ist das Wachstum der Branche auf eine starke Performance in allen Strategien, einschließlich der Strategien High und Low Beta, Equity, Fixed Income, der Rohstoff- und Währungsstrategien sowie neuen und etablierten Strategien“, meinte Kenneth J. Heinz, der Präsident von HFR. „In den vergangenen 18 Monaten, genauer seit der Kapitulation der Aktienmärkte im März 2020, haben sich Hedgefonds in mehreren Marktzyklen behauptet und hatten nicht nur die intensive Volatilität bei Aktien und Rohstoffen, sondern jüngst auch steigende Zinsen und Inflationsdruck zu meistern. Finanzinstitute weltweit dürften aller Wahrscheinlichkeit nach ihr Engagement in Fonds ausbauen, deren Strategien sich in den jüngsten Marktzyklen als robust erwiesen haben und die das Wachstum der Branche auch im Jahr 2022 anführen dürften.“ (kb)

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