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Hedgefonds als Nachhaltigkeitskatalysator

Hedgefonds haben sich in der weltweiten Corona-Krise bisher gut behauptet. Einzelne Strategien konnten durch die sprunghaft gestiegene Marktvolatilität hohe Gewinne erzielen. Mit der zunehmenden Nachhaltigkeits-Regulierung eröffnen sich künftig neue Spielfelder für die Branche.

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Marcus Storr, Head of Alternative Investments bei Feri
© Feri

Das sind zentrale Ergebnisse des 9. Feri Hedgefonds Investmenttags, der in diesem Jahr erstmals als Online-Konferenz stattgefunden hat. 

Vielfalt der Anlagekonzepte als Trumpf
Die Anzahl der Hedgefonds hat sich in den letzten zwölf Jahren beinahe verdoppelt, und das verwaltete Vermögen ist im Laufe des Jahres 2020 weltweit erstmalig über die Schwelle von drei Billionen Euro gestiegen. Die Anlageklasse ist heute insgesamt stabiler, auch weil die Branche aus den Fehlern der großen Finanzkrise gelernt hat, Anleger weltweit stark investiert haben und strukturelle Veränderungen auf den Weg gebracht wurden.

Arbitrage-Strategien voran
„Die Corona-Krise hat gezeigt, dass Investoren mit Arbitrage-Strategien, die auf Preisdifferenzen oder den Eintritt bestimmter Ereignisse spekulieren, generell bessere Ergebnisse, mit geringerer Volatilität, erzielen konnten als der breite Aktienmarkt“, sagte Marcus Storr, Head of Alternative Investments bei Feri. Die Flexibilität und Variabilität der Anlagekonzepte werde sich auch beim Thema Nachhaltigkeit als Vorteil erweisen. Die von der Politik geforderte stärkere Beachtung von Nachhaltigkeitskriterien dürfte Hedgefonds zusätzlichen Auftrieb geben.

Hedgefonds punkten beim Thema Nachhaltigkeit
Generell seien Hedgefonds gut auf die Herausforderungen durch das Nachhaltigkeitsregime vorbereitet. Da es keinen einheitlichen Nachhaltigkeits-Standard für die Investmentbranche gebe, sei mit Bewertungsineffizienzen bei diesem Thema zu rechnen, die Hedgefonds gewinnbringend nutzen könnten. „Gute Hedgefondsmanager erkennen Ineffizienzen bei der Preisbildung schneller als der Investmentmainstream und schlagen Kapital daraus. Die gesetzliche Regulierung wirkt deshalb wie eine neue Renditequelle“, so Storr. Mit dem Instrument des „Short Selling“ besitze die Branche zudem einen starken Anreiz, Unternehmen, die gegen die Corporate Governance Regeln verstoßen oder gar betrügerisch agieren, aufzudecken.

Renditestarke alternative Investments von Institutionellen stark gesucht
Institutionelle Anleger suchen in Zeiten niedriger Zinsen verstärkt nach renditestarken alternativen Investments. „Hedgefonds sind inzwischen sowohl bei privaten als auch bei institutionellen Investoren ein unverzichtbarer Bestandteil der Allokation. Die Performance der Hedgefonds im Jahr 2020 zeigt, dass deren Strategien auch bei Marktverwerfungen wie der Corona-Krise funktionieren“, sagte Dr. Dirk Rüttgers, Vorsitzender des Vorstandes Do Investment AG, München.

Beim 9. Feri Hedgefonds Investmenttag diskutierten institutionelle Investoren und Portfoliomanager die aktuellen Entwicklungen in der Hedgefondsindustrie. Renommierte Hedgefondsmanager aus Tokio, Buenos Aires, Stamford/NY und Chicago gaben dazu einen Einblick in ihre Strategien. (kb)

 

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