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Hauck Aufhäuser Lampe-Mutter Fosun im Fokus der chinesischen Aufsicht

Chinesische Behörden haben die größten Banken und Staatsunternehmen des Landes angewiesen, ihre finanziellen Engagements bei Fosun zu überprüfen. Die Muttergesellschaft der deutschen Hauck Aufhäuser Lampe Privatbank (HAL) ist in China einer der größten nicht-staatlichen Mischkonzerne.

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© Jo Photography / stock.adobe.com

Fosun habe von den Behörden keine Benachrichtigung über die Anfragen erhalten, teilte ein Konzernsprecher Bloomberg mit. Eine anschließende Anfrage bei der staatlichen Vermögensaufsichtsbehörde in Peking habe ergeben, dass die Praxis Teil normaler Nachforschungen sei. In der Vergangenheit seien auch andere Unternehmen betroffen gewesen. Die Geschäfte der Fosun-Gruppe seien weiterhin gesund und widerstandsfähig gegenüber Herausforderungen, so der Konzernsprecher.

Schuldenabbau im Fokus
Ein Informant berichtete indessen, Fosun unternehme zum Schuldenabbau Schritte zur Veräußerung von Vermögenswerten. Per Ende Juni hatte Fosun 117,7 Milliarden Yuan (16,7 Milliarden Euro) an Barmitteln sowie 651 Milliarden Yuan an Verbindlichkeiten. 

Aufsichten umkreisen Fosun
Die chinesische Banken- und Versicherungsaufsicht (CBIRC) forderte die Geschäftsbanken kürzlich auf, ihre Engagements in Bezug auf Fosun im Hinblick auf mögliche Liquiditätsrisiken zu untersuchen, wie zwei darüber informierte Personen berichteten. Dies bedeute nicht, dass die Behörde die Banken zu Änderungen an ihren Finanzierungen für Fosun dränge. 

Die Pekinger Zweigstelle der Kommission zur Überwachung und Verwaltung staatseigener Vermögenswerte (SASAC) derweil hat - wie zu hören ist - von lokalen Staatsunternehmen nähere Angaben zu ihren Verbindungen zur Fosun-Gruppe verlangt. Dabei sei es um Aktienbeteiligungen ebenso gegangen wie um ausgereichte Kredite  und Bürgschaften.

Alles in Butter - oder doch nicht?
Fosun-Chairman Guo Guangchang schrieb in einem Weibo-Beitrag, viele ausländische Fosun-Sparten hätten sich von der Pandemie erholt und stünden besser da als zuvor. Moody’s Investors Service hat Fosun International im vergangenen Monat herabgestuft und erklärt, dass der Asset-Verkauf Umfang, Diversifikation und Transparenz des Anlageportfolios des Konzerns verringern dürfte. 

Anleihekurse sprechen eine andere Sprache
Vom Unternehmen garantierte US-Dollar-Anleihen gehörten einem Bloomberg-Index auf Drei-Monats-Sicht zu den chinesischen Hochzinsanleihen mit der schlechtesten Wertentwicklung. Längerfristige Anleihen notieren unter 60 Prozent ihres Nennwertes. Kurse in diesen Regionen signalisieren typischerweise eine Notlage. (kb)

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