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Handelsstreit schwelt: Aktienquote runter

Die Volatilität könnte sich erhöhen, meint man bei Spängler IQAM Invest und reduzierte dort die Aktienquote bereits am 6. Mai 2019 in der Asset Allocation um ein Drittel.

Markus Ploner
Dr. Markus Ploner, Geschäftsführer von Spängler IQAM Invest
© Spängler IQAM Invest

Im Fokus der Investoren steht momentan der Handelsstreit zwischen den USA und China. „Wir haben auf die aktuellen Entwicklungen sehr schnell reagiert und bereits am 6. Mai 2019 in Erwartung erhöhter Volatilität an den Finanzmärkten die Aktienquote reduziert. So wurde zum Beispiel bei gemischten Mandaten mit einer neutralen Aktienquote von 30 Prozent eine zehnprozentige Reduktion auf 20 Prozent umgesetzt“, verrät Dr. Markus Ploner,  Geschäftsführer von Spängler IQAM Invest. „Wir werden die Entwicklungen in den Handelsgesprächen weiter genau beobachten und im Fall einer sich abzeichnenden Einigung das Aktienexposure wieder erhöhen“, so Ploner.

Bereits eingepreiste Entwicklungen könnten sich nicht realisieren
Die globalen Aktienmärkte haben sich in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres – nach einem historisch schwachen Dezember 2018 – wieder deutlich erholt und damit bereits eine Vielzahl an potentiell positiven Entwicklungen in der Zukunft vorweg genommen. So haben bis vor kurzem die Wende in der geldpolitischen Ausrichtung der Notenbanken, die Erwartung eines robusten Wachstums von Unternehmensgewinnen und nicht zuletzt optimistische Signale hinsichtlich der handelspolitischen Verhandlungen zwischen den USA und China alle Anlageklassen breit unterstützt. „Die Risiken für einen Rücksetzer bestehen nun vor allem darin, dass sich nicht alle der bereits eingepreisten Entwicklungen erwartungsgemäß realisieren“, sagt Ploner. 

Dass die Aktienmärkte deutlich an Momentum - speziell bei den Emerging Markets - verlieren,  zeigt die folgende Grafik:

Quelle: Spängler IQAM Invest GmbH

Handelsstreit erhöht Gefahr einer Eskalation an den Finanzmärkten
Mit dem Wiederaufflammen der handelspolitischen Auseinandersetzungen ist die Nervosität an den Finanzmärkten zurückgekehrt, Aktien haben von ihren Jahreshöchstständen bereits wieder verloren. Die jüngsten Ereignisse zum Handelsstreit zwischen den USA und China haben die Gefahr einer kurzfristigen Eskalation an den Finanzmärkten wieder erhöht. US-Präsident Donald Trump hat sich mit den bisherigen Fortschritten unzufrieden gezeigt und bereits bestehende Zölle auf Importe aus China im Ausmaß von 200 Milliarden US-Dollar von zehn auf 25 Prozent erhöht. Weitere Zölle auf das verbleibende Importvolumen von 325 Milliarden US-Dollar könnten laut Trump folgen. Aus ökonomischer Sicht haben beide Wirtschaftsmächte kein Interesse an einem sich zuspitzenden Handelsstreit. Geopolitische Überlegungen und verhandlungstaktisches Agieren haben die Chancen auf einen schnellen Deal jedoch wieder reduziert. (kb)

 

 

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