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Handelsabkommen EU-Großbritannien ist Gebot der ökonomischen Vernunft

Die festgefahrenen Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union im Nachgang des Brexits sind nach Ansicht des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) besorgniserregend.

Marija Kolak, Präsidentin des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR)
BVR-Präsidentin Marija Kolak
© BVR

Der äußerst kurze zur Verfügung stehende Zeitraum müsse für eine grundsätzliche Einigung über die wichtigsten Handelsfragen genutzt werden. Voraussetzung sei aber, dass Großbritannien die Inhalte des bereits ratifizierten Ausstiegsvertrags nicht in Frage stelle.

BVR-Präsidentin Marija Kolak: „Ein Freihandelsabkommen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union ist ein Gebot der ökonomischen Vernunft. Angesichts der Herausforderungen der Coronapandemie wäre ein No-Deal-Szenario für alle Beteiligten nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch ein schlechtes Signal.“ 

Komme es in den nächsten Wochen nicht zu einer Einigung, würden zum Jahreswechsel für den Außenhandel beider Währungsräume die Handelsregeln der Welthandelsorganisation (WTO) gelten. Dies würde den Handel aufgrund der Einführung von Zöllen erheblich erschweren und könnte zu Störungen bei den internationalen Lieferketten führen. Vor allem die britische Wirtschaft würde dadurch belastet, aber auch auf die Europäische Union und Deutschland würde sich ein No-Deal-Brexit negativ auswirken. 

Die Volksbanken und Raiffeisenbanken wären nach Einschätzungen des BVR gut für einen No-Deal-Brexit vorbereitet. Dessen Folgen dürften für das Bankgeschäft der genossenschaftlichen FinanzGruppe überschaubar bleiben. (kb)

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