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Haircut nein danke: Asset Manager lassen Pleite-Staat abblitzen

Mehrere einflussreiche Gläubiger haben das Umschuldungsangebot der argentinischen Regierung abgelehnt. Die Offerte belaste die Geldgeber unverhältnismäßig.

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© nedomacki / stock.adobe.com

Argentiniens Geldgeber wollen von einer Umschuldung nichts wissen. Eine Gruppe ausländischer Gläubiger, zu der namhafte Investmentfondsanbieter wie Blackrock, Ashmore und Fidelity zählen, lehnte am Montag den von der Regierung vorgeschlagenen Forderungsverzicht ab. Das berichtet die Nachrichtenagentur dpa-AFX.

Die zweitgrößte Volkswirtschaft Südamerikas ächzt seit Jahren unter einem gewaltigen Schuldenberg. Im Zuge der Coronakrise hat sich die Lage nochmal deutlich verschärft. Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnte unlängst, die Schulden seien nicht mehr tragfähig. Um einen Staatsbankrott zu vermeiden, wollte Argentinien Kredite in Höhe von rund 68 Milliarden US-Dollar restrukturieren und hatte den Gläubigern am vergangenen Wochenende ein entsprechendes Angebot unterbreitet. Die Offerte sieht einen Schuldenschnitt und ein Zahlungsmoratorium bis 2023 vor.

Angebot wird Anspruch nicht gerecht
Doch die genannten Fondsgesellschaften lassen sich darauf nicht ein. Als Begründung hieß es dazu in einem gemeinsamen Schreiben: "Alle Beteiligten müssen zu einer Lösung beitragen, die Argentinien auf den Weg zu nachhaltigem Wachstum und finanzieller Stabilität bringt." Das Angebot werde diesem Anspruch nicht gerecht und belaste die internationalen Gläubiger unverhältnismäßig. (fp)

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