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Händeringend gesucht: Programmierer für Investmentbanken

Während Banken insgesamt gerade die stärksten Stellenstreichungen seit 2015 zu verdauen hatten, gibt es beim Wandel der Branche einen klaren Gewinner: die IT. Alleine Citigroup will in diesem Jahr 2.500 Programmierer und Datenspezialisten für ihre Investmentbank einstellen.

Welche Fondsgruppen gefragt waren – und welche nicht
Riesige IT-Investitionen bei den führenden US-Banken verschaffen diesen im globalen Wettnewerb wohl einen Vorsprung.
© m.mphoto / stock.adobe.com

Man suche Experten von New York bis ins indische Chennai, sagt Stuart Riley, Chef des Bereichs Operations und Technologie bei der Institutional Clients Group der Citigroup. Die Neuzugänge würden unter anderem für Projekte im Bereich Aktien und festverzinsliche Wertpapiere benötigt.

Effizienz im Sales- uind Handels-Bereich soll dadurch steigen
Die Einstellungen sollen dem Sales-Bereich eine effizientere Kundenbetreuung ermöglichen. “Die Technologie ergänzt die menschliche Arbeit durch bessere Nutzung von Daten”, sagte Riley am Citigroup-Standort im Londoner Finanzdistrikt Canary Wharf im Gespräch mit Bloomberg. Wohin der Trend geht, zeigt ein Blick auf die Handelsorders: Rund drei Viertel gingen vergangenes Jahr bei der Bank elektronisch ein. Im Rennen um die effizienteste und leistungsstärkste Tech-Infrastruktur investieren die Banken der Welt Milliarden. Beim jährlichen IT-Investmentvolumen wird Citigroup noch von Goldman Sachs und J.P. Morgan übertroffen.

Wettrennen um IT-Profis ​unter Investmentbanken
Die größten US-Banken geben jährlich Milliarden für Tehcnologie aus

Quelle: Bloomberg

Künstlich Intelligenz ist mit im Spiel
J.P. Morgan wendet jährlich elf Milliarden US-Dollar für Technologie auf, während Citigroup auf rund 8,5 Milliarden US-Dollar und damit auf etwa 20 Prozent der Gesamtkosten der Bank kommt. Bei Bank of America belaufen sich die Technologieausgaben auf rund zehn Milliarden US-Dollar, wovon etwa drei Milliarden US-Dollar auf neue Projekte entfallen. Bei Citi hilft künstliche Intelligenz beispielsweise, Nachrichten zwischen dem Salespersonal und Kunden zu verstehen und den Mitarbeitern automatisch relevante Nachrichten, Analysen, Preise und Handelsideen zur Verfügung zu stellen.

Der technische Wandel ändert dabei auch die Berufsbilder
“Die Abgrenzung zwischen Händlern und Tech-Spezialisten im Markt-Bereich verschwindet”, berichtet Riley. Vor etwa zwei Jahren hatte die Bank 30 Plätze für einen Python-Programmierkurs und wurde laut Riley mit Anfragen überschwemmt. Heute hat sie 1.600 Mitarbeiter im Front-Office, die in der Computersprache geschult sind. Der Citi-Geschäftsbereich ICG verfügt inzwischen bereits über 23.000 Tech-Spezialisten. Verstärkung sucht die Bank nun in London, New York, Shanghai, Toronto, Dublin, Tel Aviv sowie in Pune und Chennai in Indien sowie in Tampa, Florida. 2020 sollen die Technologieinvestitionen der Citigroup zu Einsparungen von bis zu 600 Millionen Dollar verhelfen. (kb)

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