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H2O-Affäre dürfte ausgestanden sein: Zuflüsse sind wieder im Kommen

Good News für das Haus selbst und Natixis im Hintergrund: H2O Asset Management hat zwar zirka acht Milliarden Euro an Assets in Zuge der Diskussion um mangelnde Liquidität bestimmter Papiere von Firmen aus dem Dunstkreis von Lars Windhorst verloren, zuletzt aber wieder neue Assets gewinnen können.

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© Chaiyawat / Fotolia

"Die letzten 15 Tage waren eine sehr konstruktive Erfahrung für das Team von H2O Asset Management", heißt es in einer aktuellen Firmenmitteilung. Dort beklagt man sich auch über die umfangreiche und oftmals unfaire Berichterstattung in den Medien, die sich auf einen geringen Teil von gerade einmal 3,7 Prozent der gesamten Assets under Management bezogen habe.

Medienschelte
Denn diese habe zu signifikanten Anteilrückgaben geführt von ungefähr acht Milliarden Euro geführt. Nun hole man aber wieder auf und habe Neugelder gewinnen können, und zwar brutto 869 Millionen Euro seit 18. Juni 2019. Die Liquidität von unseren Fonds in Zweifel zu ziehen, sei gleichwertig mit dem Anzweifeln der Fähigkeit einer Bank, Einlagen zurückzahlen zu können, was verheerende Konsequenzen habe, wie die Wirtschhaftsgeschichte lehre, heißt es dort weiter.  

95 Prozent der Strategien seien damals wie heute liquid
Zudem gebe es keine Beziehung zwischen der täglichen Liquidität der Fonds von H2O und der Geschäftsbeziehung mit Tennor Holdings, dem Emittenten der in Zweifel gezogenen Papiere. 

Warum solch eine Randale?
Das fragen sich die H2O-Leute, denn eine Kontroverse über die Liquidität eines Fonds schafft ein größeres Konvexitätsrisiko, also einen Schneeballeffekt, speziell in einer überaus schnell agierenden Anlagewelt. Dazu kommt noch, dass bei anderen britischen Wertpapierfirmen die Anteilsrückgabe ausgesetzt werden musste, weswegen Investoren fürchteten, es könnte ihnen bei H2O-Produkten ähnlich ergehen. Schließlich haben auch die H2O-Fonds so gut performt, dass sich den Investoren die Möglichkeit eröffnete, mit einem Gewinn aussteigen zu können, was eine einmalige Option dargestellt hat.  

Was hat H2O AM daraus gelernt?
Dass H2O sein Geschäft auf lange Sicht hervorragend versteht, zeigt der beeindruckende dreißigjährige Track Record desTeams. Die verschiedenen Ausgestaltungen der Global Macro Fonds erlaubt es, für jeden Investor das passende Anlagevehikel in Bezug auf sei individuelles Risiko-/Ertrags-Profil zu finden. Natürlich kann man nicht die Wiederholung der Renditen in der Vergangenheit zusagen, man ist aber willens, die Performancetreiber, die sich als richtig herausgestellt haben, beizubehalten.

Man will Transparenz, Berichtswesen und Feedback verbessern
An der Dynamik auch im Vertrieb durch Natixis IM und H2O soll sich nichts ändern, die Due Diligence soll noch verstärkt werden. Das Commitment in Bezug auf die tägliche Liquidität der Fonds ist jedenfalls in den letzten drei Wochen ausgiebig getestet worden. Prinzipiell sind die Portfolios so aufgebaut, dass sie allen Liquiditätsszenarios standhalten können. Mann hat eine große Widerstandskraft des Management-Modells und der Investment-Teams demonstriert und ist stolz, dem Sturm ohne großen Schaden standgehalten zu haben.  Zwar hat man 30 Prozent der Assets der UCITS-Fonds verloren und sah sich gezwungen, im Zuge der besonderen Umstände den Wert einzelner Papiere hinunterzuschreiben. Trotzdem bleibt die Performance nahe am Hoch.

Adaptiv, aber die Strategie bleibt
H2O ist davon überzeugt, bei der Umsetzung seiner Strategien das Richtige getan zu haben,. Man müsse fortfahren, als "Contrarian" zu agieren, um Performance generieren zu können, Gleichzeitig sei man aber realistisch und fähig, sich an die Gegebenheiten anzupassen. Den Ergebnissen und Empfehlungen des Audits sehe man mit Interesse entgegen und werde diese gründlich studieren. (kb)

 

 

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