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Fremdkapitalgeber achten immer öfter nicht nur auf Renditen und Bonitäten, ­sondern wollen mit ihrem Kapital auch eine positive Wirkung erzielen. Neue Erkenntnisse legen nahe, dass dieser Impact bei durchaus marktüblichen Renditen erzielbar ist.

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Fremdkapitalgeber achten immer öfter nicht nur auf Renditen und Bonitäten, ­sondern wollen mit ihrem Kapital auch eine positive Wirkung erzielen. Das gilt
auch für Impact Private Debt
© William Potter

Vielfach gehen Investoren davon aus, dass sie bei Engagements in Impact Private Debt im Austausch für die positive Wirkung Abstriche bei den erzielbaren Renditen machen müssten. Sylvia Wisniwski,Managing Director bei Finance in Motion zufolge ist das ein gängiges Klischee, in der Praxis oft jedoch nicht zutreffend. „Renditen von Private Debt im Impact-Bereich können durchaus marktüblich und mit klassischen Debt-Produkten vergleichbar sein. Wir sehen das auch in unserer täglichen Arbeit, denn Inves­toren legen die gleichen Benchmarks an unsere Produkte an wie für traditionelle Investments.“ Ins gleiche Horn stößt auch Cora Voigt, Senior Investment Managerin – Real Assets bei EB – Sustainable Investment Management, für die Impact-Investing-Produkte die gleichen Renditechancen ermöglichen wie herkömmliche Produkte. „Häufig sind sogar noch höhere Renditen drin. Zudem fördert man gezielt Unternehmen, die langfristig ­einen positiven Beitrag für die Gesellschaft leisten, und dadurch verbessert sich das ­Risikoprofil eines Engagements deutlich.“

Hoher Impact-Anteil bei Private Debt
Das ist einer der vielen Gründe, warum Investoren Impact Private Debt ihren Portefeuilles hinzufügen: Wie die jüngste Inves­torenbefragung „2020 Annual Impact Inves­tor Survey“ des Global Impact Investing Networks GIIN zeigt, haben 58 Prozent dieser dedizierten Impact-Investing-Anleger entsprechendes Privat-Debt-Exposure und dieses durchschnittlich mit 21 Prozent im Portfolio gewichtet. Zum Vergleich: Öffentlich gehandelte Impact-Anleihen werden nur von 15 Prozent der von GINN befragten Impact-Anleger gehalten und lediglich mit 17 Prozent Gewichtung allokiert.

Ansehnliche Renditen
Die Impact-Private-Debt-Renditen waren zumindest in der Rückwärtsbetrachtung ­bislang üppig: Demnach nannten die von GINN befragten Investoren für die vergangenen Jahre durchschnittliche jährliche Renditen von acht Prozent in den Industrie- und elf Prozent in den Schwellenländern. Diese Performance ist wohl nicht mehr wieder­holbar. Eine von Symbiotics vorgenommene Analyse von mehr als 150 Impact-Investing-Fonds mit dem Titel „Private Asset Impact Fund Report 2020“ indiziert für Impact-Private-Debt-Fonds beispielsweise eine Rendite von 4,3 Prozent für das zuletzt ausgewertete Anlagejahr 2019.
Laut dem Manager und Berater im Bereich Impact Investing schauen institutionelle Investoren aber nicht nur auf mögliche Renditen, sondern insbesondere auch auf die damit einhergehenden Risiken. Gerade hier punktet Impact Private Debt. Aufgrund der eben nicht bestehenden Börsennotiz gilt ­Impact Private Debt als Privatmarktanlage – ganz wie klassische Bank Loans – und als sehr schwankungsarmes Investment, das dadurch und aufgrund einer geringen Korrelation zum Gesamtmarkt wertvolles Diversifikationspotenzial eröffnet. Die ebenfalls von Symbiotics veröffentlichte „Private Debt ­Impact Fund Survey“ aus dem Jahr 2019 kam während des Beobachtungszeitraums von 2013 bis 2017 für Emerging und Frontier Markets beispielsweise auf eine beachtliche Sharpe Ratio von 5,17.

Die ausführliche Analyse finden Sie in in der gedruckten Institutional Money Impact-Sonderausgabe 2 | 2021 oder im E-Magazin. (aa/hw)

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