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Großzügiger Winton-Gründer schenkt Uni Cambridge 100 Millionen Pfund

Die Universität Cambridge kann sich über die bislang größte private Schenkung eines britischen Philanthropen freuen, nachdem David Harding, Milliardär und Gründer der Hedgefonds-Gesellschaft Winton Group, seiner ehemaligen Hochschule eine Spende in dieser Höhe vermachte.

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Winton-Gründer David Harding
© Bloomberg

Mehr als drei Viertel der Gelder von Harding und seiner Frau fließen in Vollstipendien für rund 100 handverlesene Doktoranden, wie die Universität diese Woche mitteilte. Mit dem Rest werden Bachelor-Studenten an der zweitältesten Universität Großbritanniens unterstützt. Claudia und ich freuen uns sehr, Cambridge dieses Geschenk zu machen, um zukünftige Generationen an begabten Studenten in der ganzen Welt dazu zu bringen, dort zu forschen und zu studieren", erklärte der 57-jährige Harding in einer Mitteilung.

Schenkung ist eine stattliche Summe für die britische Philanthropie
Der Betrag entspricht mehr als 10 Prozent der Neuzuwendungen, die Universitäten im ganzen Lande im akademischen Jahr 2016-17 eingesammelt haben. Die Multimillionen-Spende kommt zudem zu einer Zeit, als der Austritt Großbritanniens von der EU die Finanzierung für akademische Einrichtungen bedroht. Von Bloomberg gesammelte Daten zeigen, dass britische Universitäten insgesamt von 2007 bis 2017 durchschnittlich 767 Millionen Pfund pro Jahr erhielten.

Erfolgreiche Hedgefondsgründer in den USA sogar noch spendabler
Das Geldgeschenk übertrifft die 120 Millionen US-Dollar, die sein US-Kollegen Jaffray Woodriff, Mitbegründer von Quantitative Investment Management, im vergangenen Monat der Universität von Virginia spendete. Allerdings zeigten sich einige US-Hedgefonds-Milliardären sogar noch spendabler: 2014 drückte Ken Griffin von Citadel Advisors seiner Alma Mater, der Universität Harvard, 150 Millionen US-Dollar in die Hand. Ein Jahr später ließ John Paulson für die Ingenieursschule von Harvard sogar 400 Millionen US-Dollar springen.

Hardings Spende stellt auch die 75 Millionen Pfund in den Schatten, die der britische Wagniskapitalgeber Michael Moritz im Jahr 2012 an die Universität Oxford - die älteste Universität in Großbritannien und ewiger Konkurrent von Cambridge - verschenkt hatte.

Winton zuletzt mit wenig Fortune
Harding, der zuvor schon 20 Millionen Pfund an das Cambridge Institut für Physik gegeben hatte, beendete sein Studium an der Hochschule im Jahr 1982 und gründete mehr als ein Jahrzehnt später sein Investmenthaus. Das verwaltete Vermögen seiner in London ansässigen Winton Group schrumpfte im vergangenen Jahr um rund 5 Milliarden auf 23,6 Milliarden US-Dollar, nachdem die Gesellschaft ihre Strategie änderte und Investoren die Geduld mit computergesteuerten Hedgefonds verloren. Sein Flaggschiff-Fonds büßte 0,6 Prozent ein, geht aus einem Brief an die Investoren hervor, in den Bloomberg Einsicht hatte. 

Oxford und Cambridge gehören zu den weltweit bestfinanzierten Universitäten
Ihr komibiniertes Stiftungsvermögen beträgt mehr als sechs Milliarden Pfund. Allerdings hat Cambridge nach wie vor mehr Promotionsanwärter, als es derzeit finanzieren kann, erklärte die Universität in der Stellungnahme. Cambridge setzte sich 2016 ein Fünf-Jahresziel, die Anzahl der Doktoranden um fast 1.000 zu erhöhen. (kb)

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