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Größter Pensionsfonds der Welt: Rekordverlust mit Aktien

Japans staatlicher Pensionsfonds senkt die Gewichtung von japanischen Anleihen zugunsten internationaler Bonds. Das liegt u.a. an den Ratingverschlechterungen heimischer Anleihen.

Masataka Miyazono
Masataka Miyazono, Präsident des Government Pension Investment Fund (GPIF)
© Akio Kon / Bloomberg

Normalerweise lässt sich Japans Government Pension Investment Fund (GPIF), mit einem verwalteten Vermögen von umgerechnet rund 1,2 Billionen Euro der größte Pensionsfonds der Welt, nicht in die Karten blicken. In einem Interview mit Reuters ließ GPIF-Präsident Masatak Miyazono die Nachrichtenagentur aber wissen, dass der Fonds die globale makroökonomische Politik seit dem Ausbruch des Coronavirus genau beobachte. Der Fonds erlitt mit den Aktien in seinem Portfolio im ersten Quartal einen Verlust in Höhe von umgerechnet mehr als 140 Milliarden Euro, parallel dazu verschlechterten sich auch die Aussicht für die gehaltenen japanischen Auslandsschulden.

Die Ratinggesellschaft Fitch senkte vor kurzem den Ausblick auf nicht in Yen denominierte japanische Anleihen von stabil auf negativ. Die Staatsverschuldung Japans wurde infolge der Maßnahmen zur Krisenbekämpfung ein weiteres Mal um fast 234 Billionen Yen (rund 1,9 Bio. Euro) ausgeweitet. Im Gespräch mit Reuters erklärte Miyazono zwar, dass eine solche Ratingverschlechterung kurzfristig nicht beunruhigend sei, aber doch sorgfältig überwacht werden müsse.

Dennoch senkte der GPIF sein Allokationsziel für japanische Anleihen von 35 auf 25 Prozent, während der Vergleichswert für ausländische Bonds auf 15 auf 25 Prozent erhöht wurde. Somit verteilt sich das Vermögen des Fonds zu je 25 Prozent auf in- und ausländisch Bonds bzw. Aktien. (gf)

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