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Griechische Banken geraten wieder ins Schlingern

Die systemrelevanten Kreditinstitute Griechenlands mussten während der Staatsschuldenkrise dreimal rekapitalisiert werden – und entwickelten sich seither sehr positiv. Doch nun fürchtet die Zentralbank des Landes neue Kreditausfälle in Milliardenhöhe.

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© weyo / stock.adobe.com

Griechenlands Notenbank warnt in ihrem jüngsten Jahresbericht vor "erheblichen Herausforderungen" für die Banken des Landes. Zentralbankgouverneur Yannis Stournaras fordert darin "ständige Wachsamkeit und entschlosseneres Handeln", um die Kreditrisiken im Griff zu behalten und den Kapitalpuffer der Institute zu stärken, berichtet das "Handelsblatt".

Die vier systemrelevanten Banken des Landes hatten gerade die Schuldenkrise halbwegs verdaut, da ließ die Coronapandemie die hellenische Wirtschaft einbrechen und den Berg fauler Kredite wachsen. Nun drohen angesichts des Krieges in der Ukraine und der explodierenden Energiepreise neue Zahlungsausfälle.

Bislang Erreichtes steht auf dem Spiel
Auf dem Höhepunkt der griechischen Schuldenkrise lag die Quote der notleidenden oder ausfallgefährdeten Kredite über 50 Prozent, berichtet die Wirtschaftszeitung. Den Instituten gelang es, diese Quote bis Ende 2021 auf 12,8 Prozent zu drücken. Das ist zwar ein echter Erfolg, die Zahl liegt aber immer noch deutlich über dem europäischen Schnitt von 2,1 Prozent. Ob es gelingt, den Bestand an Problemkrediten weiter wie geplant abzubauen, gilt aktuell als fraglich.

Mit Sorge blickt der Zentralbankchef offensichtlich auf 15,3 Milliarden Euro schwere Darlehen, die in jüngster Vergangenheit bereits restrukturiert worden waren. "Ein erheblicher Anteil dieser Kredite könnte im Verlauf des Jahres 2022 notleidend werden", zitiert das "Handelsblatt" aus dem Notenbankbericht. (bm)

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