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Goldman Sachs sieht Potential für Europa-Aktien - nur jetzt nicht

Strategen von Goldman Sachs halten an ihren Prognosen fest, dass europäischen Aktien eine Rallye hinlegen werden, allerdings nicht so bald. Denn nachdem die Handelsstreitigkeiten eskaliert sind und die Konjunkturdaten schwächer werden, haben sich die Kurzfrist-Aussichten für Aktien verschlechtert.

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Goldman Sachs-Stratege Peter Oppenheimer
© GSEurope

Das schrieben Goldman-Strategen um Peter Oppenheimer am Mittwoch in einer Note, aus der Bloomberg zitiert. Jedoch wirke die Geldpolitik unterstützend und eine Rezession in den USA oder Europa sei unwahrscheinlich, hieß es dort weiter. Die Experten hielten an ihrer 12-Monats-Prognose fest, wonach der Stoxx Europe 600-Index auf 405 Zähler steigen werde, was ein Aufwärtspotential von etwa zehn Prozent gegenüber dem letzten Schlussstand bedeutet, während sie ihr Drei-Monats-Ziel auf knapp über dem aktuellen Niveau der Benchmark senkten.

Attraktive Dividendenrenditen in Europa
Anfang dieser Woche fielen europäische Aktien im Rahmen eines globalen Kurseinbruchs, der durch die Verschärfung der Handelsspannungen zwischen den USA und China ausgelöst wurde, auf das niedrigste Niveau seit Dezember. Dennoch sind die Werte im Stoxx 600 auf der Grundlage des geschätzten Gewinns günstiger als die US-amerikanischen Pendants, und die Dividendenrenditen sind attraktiv.

Europäische Dividendenrenditen auf Rekordhoch versus Bondrenditen
“Wir sehen Bewertung nicht als ein Hemmnis für Performance”, sagten die Goldman-Strategen. „Die Dividendenrendite liegt deutlich über dem Durchschnitt und erhält Unterstützung durch den Cashflow.“ Goldman stufte Rohstoffaktien auf Neutral und Automobile auf Untergewichten herab, da diese Sektoren handelsempfindlicher seien. Beide gehören zu den Sektoren mit der schlechtesten Entwicklung im Stoxx 600 in diesem Monat. Niedrige Anleiherenditen und die schwache Konjunktur würden weiterhin Wachstumswerte begünstigen, sagten sie. (kb)

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