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Gold: Unter der Oberfläche wächst der Druck

An den Edelmetallmärkten gab es vergangenen Monat für Investoren nur wenig zu holen. Das könnte sich aber ändern, falls die Inflationsraten weiter steigen, berichtet die deutsche Stabilitas.

Martin Siegel, Stabilitas
Martin Siegel, Stabilitas
© Stabilitas

Der Edelmetallsektor entwickelte sich im August weiterhin lustlos. Der Goldpreis schloss bei 1.814,45 US-Dollar pro Feinunze und notierte damit 1,5 Prozent höher als im Vormonat. Der Silberpreis blieb weiter unter Druck und beendete den Monat mit 23,90 US-Dollar pro Feinunze, einem Rückgang von 6,2 Prozent gegenüber Juli. „Der Goldpreis löst weiterhin keine Signale aus, dieser Trend könnte auch im Herbst noch vorherrschend sein“, meint Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer von Stabilitas. „Sollte die Inflation jedoch nicht so schnell zurückgehen wie erhofft, oder sich bei einem Level von drei bis vier Prozent einpendeln, wäre dies bei unverändertem Zinsniveau ein äußerst attraktives Umfeld für Gold. Denn unter der Oberfläche wächst bei den Sparern der Druck, Kapital anderweitig anzulegen“, so Siegel.

Spekulanten derzeit auf anderen Gebieten aktiv
Die Entwicklung der Minenaktien spiegelt die Preisverläufe der zugrundeliegenden Edelmetalle weitestgehend wider. „Die geringe Bewegung beim Goldpreis, also der anhaltende Seitwärtstrend, führt bei den spekulativeren Anlegern dazu, diese Anlageklasse zu vernachlässigen“, erklärt Siegel.

Auch Platin und Palladium verzeichneten im August einen weiteren schwachen Monat. Der Preis für Platin ist im Vergleich zum Vormonat um 3,2 Prozent zurückgegangen und lag am Monatsende bei 1.018 US-Dollar pro Feinunze. Palladium schloss zum Monatsende bei 2.475 US-Dollar pro Feinunze und notierte damit sogar 7,1 Prozent niedriger als zuvor.

Basismetalle: Durchwachsene Entwicklung
Die Basismetalle entwickelten sich uneinheitlich. Der Nickelpreis ging gegenüber dem Vormonat um 1,2 Prozent zurück und schloss bei 19.515 US-Dollar. Auch der Preis für Blei verbilligte sich im August auf 2.385 US-Dollar (-2,2 Prozent). Der Preis für Aluminium hingegen stieg auf 2.709 US-Dollar (+4,2 Prozent). Zink wiederum verbilligte sich um 1,4 Prozent mit einem Schlusskurs von 2.997 US-Dollar. Auch das Industriemetall Kupfer entwickelte sich schwächer als zuvor und schloss bei 9.528 US-Dollar (-1,6 Prozent). „Die uneinheitliche Entwicklung der Basismetalle auf relativ hohem Niveau spiegelt die weltweit positive Wirtschaftslage wider, allerdings gibt es nach wie vor Unsicherheiten mit Blick auf mögliche neue Lockdown-Maßnahmen in den kommenden Monaten “, so Siegel.

Gute Aussichten für den Ölpreis
Gleiches zeigt sich beim Ölpreis. Auch Brent-Öl hat im August 7,4 Prozent verloren und beendete den Monat bei einem Preis von 68,50 US-Dollar pro Barrel. „Auch wenn der Ölpreis zum Monatsende etwas unter Druck geraten ist, bleibt das positive Szenario einer hohen globalen Nachfrage wie im Vormonat erhalten“, erklärt Siegel abschließend. (aa)

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