Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:
| Märkte
twitterlinkedInXING

Gold und Goldminen ziehen jetzt saisonal stark an

Das deutsch-österreichische Fintech Seasonax, spezialisiert auf saisonalen Trends in verschiedenen Assetklassen, nimmt aktuell die Saisonalität von Gold unter der Lupe. Als Erstes sieht sich Dimitri Speck, Gründer und Head Analyst von Seasonax, den saisonalen Chart von Gold näher an.

seasonax_founders-_dimitri_speck_tea_muratovic_christoph_zenk_klein_quer.jpg
​Tea Muratovic, Mitgründerin und Managing Director bei Seasonax Capital, flankiert von ihren Gründer- und Geschäftsführer-Kollegen Dimitri Speck (links) und Christoph Zenk (rechts). Seasonax Capital ist ein deutsch-österreichisches Fintech, das das Aufspüren saisonaler Zusammmenhänge automatisiert hat und daraus Investmentstrategien ableitet, von denen eine auch schon in Fondsform, konkret dem Seasonax Global Selection I (ISIN: DE000A2PF045), umgesetzt wird. 
© Seasonax

Im Unterschied zu üblichen Charts, die den Kursverlauf einer Aktie über einen bestimmten
Zeitraum abbilden, zeigt ein saisonaler Chart den durchschnittlichen Kursverlauf einer Aktie im Laufe eines Jahres, berechnet über mehrere Jahre. Die horizontale Achse repräsentiert die Jahreszeit, die vertikale Achse zeigt die saisonale Preisinformation (auf 100 indexiert).

Goldpreis in US-Dollar im saisonalen Verlauf über 24 Jahre
Gold steigt ab Mitte des Jahres, wie aus dem Chart ersichtlich wird. Konkret beginnt die saisonal starke Phase von Gold am 7. Juli. Unterbrochen von einer etwas schwächeren Phase von Mitte Oktober bis Mitte Dezember endet sie am 24. Februar des Folgejahres. Von Ende Februar bis Anfang Juli verliert der Goldpreis hingegen.

Die beiden steilsten saisonalen Anstiege lassen sich von Ende Juli bis Anfang Oktober und von
Mitte Dezember bis Ende Februar des Folgejahres finden. Die gute saisonale Phase für Gold beginnt also im statistischen Durchschnitt ziemlich genau jetzt! Quelle: Seasonax

Die Saisonalität der Goldminen im Vergleich
Vergleicht man nun die saisonalen Verläufe des Goldminenindex HUI (NYSE Arca Gold Bugs Index) und des Goldpreises über 24 Jahre im untenstehenden Chart, so sieht man dort das saisonale Muster des Goldpreises in blau und zudem den saisonalen Verlauf des HUI Goldminenindex in rot eingetragen.

Eine feste Goldsaison hilft auch den Minenkursen


Hier lassen sich bei beiden Graphen die zwei positiven Phasen von Ende Juli bis Anfang Oktober und von Mitte Dezember bis Ende Februar des Folgejahres beobachten. Sowohl die Aktien der Goldminenbetreiber sowie der Goldkurs selbst sind hier saisonal fest. Quelle: Seasonax

Unter dem Mikroskop
Gold und Goldminen ziehen jetzt saisonal stark an. Umgekehrt verläuft der Trend bei den auch für Gold problematischen Phasen. Bei der langen, für Gold saisonal etwas schwächeren Phase von Ende Februar bis Anfang Juli verliert auch der Goldminenindex. "Wirklich problematisch für die Goldminen ist jedoch die kurze Phase von Mitte Oktober bis Mitte Dezember", weiß Dimitri Speck, Head Analyst von Seasonax, zu berichten. "Während Gold hier saisonal kaum nachgibt, verlieren die Minenaktien deutlich. Hierfür sind vor allem Schwächen bei den Minenkursen Ende der 1990er-Jahre verantwortlich."

Fundamentale Kräfte treiben die Saison bei Minen und anderen Aktien
"Wir können also festhalten, dass sich eine gute Goldsaison auch positiv auf den Kursverlauf der Goldminenbetreiber auswirkt", zieht Speck ein erstes Résumé. "Steigende Goldpreise
wecken die Phantasie der Anleger in Bezug auf die Gewinne der Minenunternehmen. Ohne diese Gewinnphantasie geben die Minenkurse hingegen saisonal zum Teil deutlich nach. Es lässt sich also beobachten, dass der feste saisonale Preis des produzierten Rohstoffs Gold positiv auf den saisonalen Verlauf der Kurse der Goldminen wirkt."

Natürlich gibt es auch in anderen Branchen unternehmensspezifische Gründe, die saisonal positiv auf die Gewinnphantasie und damit die Kurse wirken. Das können beispielsweise Messen sein, denen regelmäßig Kaufaufträge folgen, oder hohe Verkaufsvolumina vor der Aussaat bei Agrarunternehmen – und vieles mehr. Daher gibt es auch noch weitaus mehr
individuelle saisonale Verläufe bei anderen Aktien. (kb)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren