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Gold, Stablecoins & Co.: Acht Gründe für die Bitcoin-Identitätskrise

Mehr als 40 Prozent seit dem Hoch verloren – und plötzlich steht nicht nur der Kurs, sondern der Zweck von Bitcoin zur Debatte. Gold, Stablecoins und Prognosemärkte gewinnen an Terrain. Das größte Krypto-Asset ringt um seine Rolle.

Eckpunkte

  • Bitcoin und Kryptowährungen sind zumindest derzeit bei Investoren "out"
  • Kauf-Narrativ hat viel von seinem Glanz verloren
  • Kurse fallen, Bärenmarkt könnte an Dynamik gewinnen

Vor einem Jahr schien dies für viele noch undenkbar. Doch Bitcoin steckt in einer seiner tiefsten Krisen – ohne klaren Ausweg. Das berichtet Bloomberg News.

Die weltweit größte Kryptowährung fiel zu Wochenanfang unter die Marke von 65.000 US-Dollar und hat somit mehr als 40 Prozent seit ihrem Höchststand verloren. Das übliche Drehbuch greift nicht: Schnäppchenkäufer bleiben aus, und die Kräfte, die sonst eine Erholung antreiben, wirken nun entgegen. Gold gewinnt die Debatte um den makroökonomischen Schutz. Stablecoins setzen sich im Zahlungsverkehr durch. Prognosemärkte ziehen spekulatives Kapital an.

Das Bemerkenswerte ist laut Bloomberg: Das geschieht nicht, weil das System den Bitcoin im Stich gelassen hätte. Die US-Regierung war nie entgegenkommender. Die institutionelle Akzeptanz war nie größer. Die Wall Street war nie stärker investiert. Bitcoin bekam all das – und es reichte nicht.

Vom Hedge zum Fragezeichen
Damit dreht sich der zentrale Konflikt dieser Krypto-Phase nicht um den Preis, sondern um den Zweck. Der Ausverkauf zwingt zu einer Frage, die in Zeiten steigender Kurse nicht gestellt wurde: Wenn Bitcoin weder der beste Hedge noch das beste Zahlungssystem noch das beste Spekulationsvehikel ist – wofür ist er dann da?

"Die zentrale Geschichte von Bitcoin war: 'Die Zahl steigt' – und das haben wir nicht mehr", sagte Owen Lamont, Portfoliomanager bei Acadian Asset Management. "Jetzt heißt es: 'Die Zahl fällt.' Das ist keine gute Geschichte."

Die Nachrichtenagentur "Bloomberg" analysiert die zentralen Gründe für die wachsenden Zweifel an Bitcoin – plus das Comeback-Argument. Klicken Sie sich durch die Bilderstrecke. (mb)

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