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Gold: Korrektur ist nur eine „Bodenwelle“

Für Joe Foster, Portfolio Manager bei VanEck, sind die Aussichten für das gelbe Edelmetall weiterhin gut. Der VanEck-Mann nennt einige Gründe, worunter auch die Charttechnik gehört.

Joe Foster, Portfolio Manager bei VanEck
Joe Foster, VanEck
© Van Eck

Vom steigenden Goldpreis haben nicht alle Anleger profitiert, meint Joe Foster, Portfolio Manager bei VanEck, angesichts der Rally dieses Jahres. Denn es gab starke Zuflüsse bei den börsengehandelten Edelmetallprodukten (ETPs), aber bei Goldaktienfonds wurden wenige Zuflüsse gesehen.

Für viele Marktbeobachter geht diese Entwicklung auf die erste Jahreshälfte 2016 zurück, als der Goldpreis um 260 US-Dollar stieg und sich der NYSE Arca Gold Miners Index verdoppelte. Die Bewegung von 2016 setzte sich jedoch nicht fort. Gold und Goldaktien gaben nach und bewegten sich dann drei Jahre lang kaum. Aktienanleger seien aufgrund der damaligen Entwicklung verständlicherweise vorsichtig und zögern, sich derzeit zu engagieren.

Vieles spricht für Gold
„Da die Korrektur nun in Bewegung ist, sieht es so aus, als würden wir bald herausfinden, ob 2019 ein weiteres Strohfeuer oder der Beginn einer neuen Hausse war“, erklärt Foster. Er nennt Gründe für einen steigenden Goldpreis.

Das makroökonomische Umfeld sei heute viel unterstützender als 2016. Sowohl die wirtschaftliche Expansion als auch die allgemeine Aktienhausse sind mittlerweile die längsten seit dem Bestehen von Aufzeichnungen. Das globale Wachstum verlangsamt sich grundlegend. Die realen Zinsen sind gesunken und dürften auf absehbare Zeit weiter sinken.

Negativ verzinste Anleihen haben weltweit astronomische 15 Billionen US-Dollar erreicht und nehmen zu. Die „Global Leadership“ scheint immer schlechter zu werden.

Charttechnik stimmt zuversichtlich
Vor 2019 lag die obere Widerstandslinie für Gold bei 1.365 US-Dollar. Sobald der obere Widerstand gebrochen ist, wird er laut Foster oft zur unteren Unterstützung. Daher könnte Gold bei der aktuellen Korrektur bis auf 1.365 US-Dollar nachgeben und dennoch einen starken Aufwärtstrend beibehalten.

Es sei ebenfalls möglich, dass sich Gold auf höheren Niveaus konsolidieren könnte, z. B. im Bereich von 1.400 bis 1.450 US-Dollar. Diese Korrektur kann innerhalb eines Monats erfolgen oder bis zum Jahresende andauern.

„Während wir die Details erst im Nachhinein kennen werden, deuten die starken makroökonomischen Treiber darauf hin, dass diese Korrektur nur eine Bodenwelle und nicht die Endstation sein wird. Angesichts der Entwicklung von Gold im bisherigen Jahresverlauf werden wir auch nicht überrascht sein, wenn unsere Erwartungen weiterhin übertroffen werden“, erklärt Foster abschließend. (aa)

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